Nordenham - Tag für Tag leiden in Deutschland mehr als 13 Millionen Menschen an chronischen Schmerzen. Viele dieser Patienten gehen jahrelang von Arzt zu Arzt, bevor sie sich von einem spezialisierten Therapeuten behandeln lassen. Um auf die Notwendigkeit und die Möglichkeiten einer gezielten Schmerztherapie aufmerksam zu machen, veranstaltet die Deutsche Schmerzgesellschaft (DGSS) gemeinsam mit neun weiteren deutschen Schmerzorganisationen am Dienstag, 4. Juni 2013, einen bundesweiten Aktionstag gegen den Schmerz, an dem sich die Wesermarsch-Klinik mit einer eigens dazu geschalteten kostenlosen Schmerz-Hotline beteiligt.
Die Schmerz-Hotline wird von der Wesermarsch-Klinik und sechs weiteren norddeutschen Kliniken organisiert, die zum Rhön-Verbund gehören. Am Dienstag von 9 bis 18 Uhr können Schmerzpatienten, Angehörige und Interessierte gebührenfrei die Rufnummer 0800/58 94 792 anwählen und sich von Schmerzexperten beraten lassen. Auch Dr. Hagen Behnke, Chefarzt der Abteilung Anästhesie, Intensiv- und Schmerztherapie in der Wesermarsch-Klinik, steht Rede und Antwort. Neben dieser Norddeutschen Schmerz-Hotline sind weitere Mediziner außerdem unter der gebührenfreien Rufnummer 0800/18 18 120 erreichbar.
„Jeder Mensch hat das Recht auf eine angemessene Schmerzbehandlung“, sagt Hagen Behnke. „Leider sind immer noch viele Schmerzpatienten in Deutschland unterversorgt.“
Die häufigsten chronischen Schmerzkrankheiten sind Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen, und Nackenschmerzen. Abgesehen vom persönlichen Leidensweg für die Betroffenen sind chronische Schmerzen auch eine Belastung für die Gesellschaft. Nach Schätzungen der DGSS entfallen bis zu acht Prozent der Gesundheitsausgaben auf chronische Schmerzen. Der von ihnen ausgelöste volkswirtschaftliche Schaden liege zwischen 20 und 30 Milliarden Euro jährlich.
