Gertrudenviertel - Die Ehnernstraße wird im Zuge der Modernisierung des Wirtschaftsgebäudes auf dem Gertrudenkirchhof umgestaltet. Das kündigte Elke Wicherts, Leiterin des Stadtplanungsamtes, am Donnerstagabend im Bauausschuss an.
Achim Knöfel (Bauaufsicht, Denkmalschutz, Planungsrecht beim Oberkirchenrat) berichtete, die Kirche wolle das Umfeld neben dem frisch sanierten Mausoleum aufwerten, damit das klassizistische Bauwerk besser zur Geltung komme. „Die Umgebung sieht aus wie ein Trümmerhaufen“, beschrieb Knöfel die Situation am nördlichen Rand des Friedhofs mit drastischen Worten. In und vor dem Wirtschaftshaus würden Abfälle, Steine, Erde und Grünschnitt gelagert. Das solle zukünftig in Containern geschehen, die in dem dafür umgebauten Wirtschaftsgebäude abgestellt werden. Planerisch beteiligt ist das Oldenburger Architekturbüro Meyer-Bohlen.
Die Container werden über die Ehnernstraße abgefahren, das Wirtschaftsgebäude muss deshalb in diese Richtung geöffnet werden, erklärte Knöfel. Diese Chance möchte laut Wicherts die Stadt nutzen, um den an der Friedhofsmauer entlangführenden Bereich der Ehnernstraße neu zu gestalten. Gedacht wird in diesem Zusammenhang auch daran, eine neue Lösung für die dort positionierten Glascontainer zu finden. Die Straße solle einen Bürgersteig erhalten und saniert werden. Linken-Ratsherr Hans-Henning Adler schlug vor, die Ehnernstraße an der Einmündung zur Nadorster Straße zu sperren und diesen Bereich in eine Sackgasse zu verwandeln.
Der südlichen Nadorster Straße kommt im Einzelhandelsentwicklungskonzept eine bedeutende Rolle zu, wagte Wicherts einen Blick in die Zukunft. Die Sanierung des Wirtschaftsgebäudes und der Ehnernstraße werte das Quartier auf. Unterdessen sei die Suche nach einem Ersatz für den in der Nachbarschaft umstrittenen Tagesaufenthalt noch nicht beendet worden, erklärte Baudezernentin Gabriele Nießen auf Nachfrage. In das dafür vorgesehene Emilie-Oltmanns-Haus in der Alteneschstraße sei die Kunstschule Klex gezogen.
