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Schnabelkürzen bei Legehennen noch immer üblich

Sönke Möhl

FRAGE:

Auf welche Weise hilft ein solches Symposium, Fortschritte beim Tierschutz zu erreichen?

PETERMANN

: Die Tagung vermittelt die neuesten Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis zu aktuellen Schwerpunktthemen und hilft den Tierschutz in Nutz- und Heimtierhaltung weiterzuentwickeln. Da sich das Symposium in erster Linie an die für den Vollzug der Tierschutzbestimmungen zuständigen Amtstierärzte richtet, kann der tierschutzfachliche Fortschritt effektiv und unmittelbar an der Basis umgesetzt werden.

FRAGE:

Wo sind die größten Defizite im Tierschutz?

PETERMANN

: Das größte Defizit sehe ich im Bereich der Nutztierhaltung darin, dass wir zu sehr die Tiere den Haltungsbedingungen anpassen, anstatt die Haltungsbedingungen an die Bedürfnisse der Tiere anzupassen. So sind noch Eingriffe an Nutztieren wie das Schnabelkürzen bei Legehennen üblich.

FRAGE:

Was würden Sie als größten Erfolg der vergangenen Jahre nennen?

PETERMANN

: Bundesweit betrachtet, halte ich den Ausstieg aus der konventionellen Käfighaltung und den Übergang zur Boden- und Freilandhaltung bei Legehennen sowie die Umstellung auf die Gruppenhaltung von Sauen für wesentliche Erfolge der letzten Jahre. Speziell in Niedersachsen ist durch den Tierschutzplan eine große Chance eröffnet worden, in vielen kritischen Bereichen der Nutztierhaltung gemeinsam mit den verschiedensten Interessensvertretern aus Wirtschaft und Gesellschaft zügig und unbürokratisch praktikable Problemlösungen zu erarbeiten und umzusetzen.

FRAGE:

Wo steht der Tierschutz heute im Vergleich zum Jahr 2000?

PETERMANN

: Seit 2002 haben wir den Tierschutz im Grundgesetz verankert. Das Thema steht zunehmend im Fokus des öffentlichen Interesses, Verbraucher hinterfragen verstärkt die Herkunft tierischer Lebensmittel und die Art und Weise ihrer Erzeugung. Label, die für mehr Tierwohl stehen, sind stark im Kommen und der Bereich Tierschutz ist zu einem zentralen Aufgabengebiet des amtstierärztlichen Handelns geworden.

Sabine Petermann

ist Leiterin des Tierschutzdienstes im Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves). Sie fordert, die Haltungsbedingungen in der Landwirtschaft stärker den Bedürfnissen der Tiere anzupassen.  @ Infos unter

http://www.

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