Hude - Der Winter will nun doch noch im Landkreis Einzug halten, wenn man sich die Prognosen anschaut. Am Donnerstag blieb der Schnee noch nicht liegen, doch am Wochenende soll es einen winterlichen Nachschlag geben. Immer wieder kommt dann die Frage nach der Räumpflicht auf.

Grundsätzlich stehen Haus- und Grundstücksbesitzer in der Pflicht. Sie müssen Gehwege, die an ihr Grundstück grenzen, in einer Breite von mindestens einem Meter frei halten. Auch auf Wegen, die als Rad- und Gehweg gemeinsam genutzt werden, gilt diese Pflicht, so ist es in der Straßenreinigungsverordnung der Gemeinde Hude geregelt. Ist der Weg schmaler als einen Meter, muss der gesamte Weg geräumt werden.

„Bei Mietshäusern hat den Streu- und Winterdienst meist die Hausverwaltung geregelt“, sagt Fokko Heyn vom Ordnungsamt der Gemeinde Hude. Doch Mieter können sich darauf nicht verlassen. Eigentlich muss der Hausbesitzer dafür sorgen, dass die Gehwege freigeräumt werden, doch er kann diese Pflicht zum Beispiel im Mietvertrag auch auf die Mieter übertragen.

An Werktagen muss die Reinigung bis 8 Uhr morgens, sonn- und feiertags bis 9 Uhr morgens erfolgen. Fokko Heyn weist darauf hin, dass Anlieger bei Glätte nur mit abstumpfenden Mitteln, wie Sand, streuen dürfen.

Streusalz darf nur dann zum Einsatz kommen, „wenn es nicht mehr anders geht“, sagt Heyn.


Nur wenn sich Eis und Schnee auf dem Weg nicht mehr anders entfernen lassen, weil es zum Beispiel seit längerem Frost gab, der Schnee tagsüber schmilzt und über Nacht wieder festfriert, dürfe das Salz zu Hilfe genommen werden, erklärt er.

Auch beim Schneeschieben müssen die Anlieger einiges beachten. „Viele schippen den Schnee so zur Seite, dass er dann auf der Straße liegt, dann ist die wieder glatt. Das geht natürlich nicht“, betont Heyn.

Kreis und Landesstraßen muss die Straßenmeisterei Oldenburg von Schnee und Eis befreien.

Für die Gemeindestraßen ist die Gemeinde Hude und somit der Kommunalservice Nordwest zuständig.

„Wir machen immer erst die Schulwege frei, danach kümmern wir uns um die restlichen Straßen“, sagt Fokko Heyn vom Ordnungsamt.