Schneiderkrug - Welche Möglichkeit hat der Landwirt, sich einen Mischfutterpreis zu sichern? Was können Warenterminmärkte? Auf einer Tagesfahrt zur Bremer Landesbank (BLB) erhielten 21 Junglandwirte jetzt auf diese und viele weitere Fragen passende Antworten von den Experten. Organisiert wurde die Tour von der Nachwuchsarbeitsgruppe der Genossenschaft GS agri mit Sitz in Schneiderkrug, die seit knapp zwei Jahren Fach- und Erlebnisveranstaltungen für alle interessierten Junglandwirte aus ihrem Geschäftsgebiet anbietet.

Auf dem Weg von Schneiderkrug nach Bremen erläuterte Engelbert Klövekorn, Geschäftsführer der GS agri, den Junglandwirten, dass die BLB seit vielen Jahren eine feste Partnerbank der GS agri ist. „Rund 90 Prozent aller Geschäfte wickelt die GS agri mit der BLB ab. Dabei geht es vor allem um den Handel von Agrarrohstoffen wie Soja, die die GS agri aus Brasilien bezieht“, erläuterte Klövekorn.

Bei der BLB hielt Torben Beuge, Spezialist für Rohstoffmanagement Agrar, einen Vortrag zum Thema „Rohstoffpreissicherung in Theorie und Praxis“. Er erläuterte den Junglandwirten Begrifflichkeiten wie Futures, Call/Put-Option, Margins und zeigte verschiedene Absicherungsmöglichkeiten zur Sicherung eines Mischfutterpreises auf.

Matthias Gloystein, Spezialist für Währungsmanagement bei der BLB, gab den Junglandwirten einen exklusiven Einblick in den Handelsraum der BLB, in dem sich das Tagesgeschäft der internationalen Finanz- und Kapitalmärkte abspielt. Direkt im Anschluss gewährte Folker Hellmeyer, seit 2002 Chefanalyst der Bremer Landesbank, spannende Einblicke in die Wechselwirkungen von Geopolitik und Weltwirtschaft.

Abschließend hielt Iro Betz, Spezialist für technische Analysen, einen Vortrag zum Thema Agrarmärkte/Chattechnik, die Einschätzung des Marktgeschehens unter Zuhilfenahme von Kursverlaufsdiagrammen (Charts).