Hannover/Berlin - Gute Chancen für eine zügige Einigung im Tarifstreit sieht der Chef der Tarifgemeinschaft deutscher Länder für die Angestellten der Bundesländer Peter-Jürgen Schneider (SPD) unmittelbar vor der zweiten Verhandlungsrunde. Die von der Gewerkschaft „Verdi“ verlangten sechs Prozent Gehaltszuwachs hält Schneider aber für überzogen.
„Ich halte es auch für problematisch, wenn der öffentliche Dienst höhere Forderungen stellt als die Industriegewerkschaften“, sagte der niedersächsische Finanzminister der NWZ . Vorhandene Personalengpässe seien nicht auf die Besoldungshöhe zurückzuführen, meint Schneider und warnt: Eine Erfüllung der „Verdi“-Forderungen würde die Haushalte der Länder mit zusätzlichen 2,3 Milliarden Euro belasten. „Das sind erhebliche Beträge!“
Die Gewerkschaftsforderung, sachgrundlose Befristungen auszuschließen, sei nicht durch die Tarifparteien zu erfüllen. „Darum muss sich der Gesetzgeber kümmern“, sagt Schneider.
