SCHöNEMOOR - Ute Mahlstedt redete nicht um den heißen Brei herum. Sie wolle herunterfahren, „mehr Zeit für mich“: Das sei der Grund dafür, dass sie jetzt dem Reit- und Fahrverein Schönemoor das Angebot machte, einen Teil ihres etwa zehn Hektar großen, vormals militärisch genutzten Geländes in Schönemoor zu kaufen.
Wie berichtet, hatte die Inhaberin der Hundeschule Mahlstedt dem Verein drei Kauf-Angebote für Grundstücke von 2,5 bis 5 Hektar Größe mit den darauf stehenden Gebäuden gemacht. Die Höhe der Kaufpreise liege „weit unter dem“, was von einem Makler vorgeschlagen worden sei. Der Reit- und Fahrverein will über die Angebote bei der Jahreshauptversammlung am Freitag, 24. Februar, beratschlagen.
Ute Mahlstedt betonte, dass der Flächenverkauf für den Betrieb von Hundeschule und -pension keine negativen Auswirkungen habe. Sie werde den gewohnten Service auch weiter bieten. Der Aufbau des Unternehmens „aus dem Nichts“ sei für sie „Lebenswerk“.
Das 10-Hektar-Anwesen sei „top gepflegt“. Aber eine solche Pflege bedeute für sie selbst eben auch eine Sieben-Tage-Woche – mit langen Tagen.
Was die zum Verkauf stehenden Grundstücksteile angeht, so habe es hierfür bereits „diverse Anfragen“ von dritter Seite gegeben. Sie könne sich sehr wohl vorstellen, das in Frage kommende Gelände über einen eigenen Weg zu erschließen.
Wie berichtet, will Ute Mahlstedt die Grundstücke nicht an Arthur Baumfalk veräußern, dem sie 2007 bereits ein knapp sieben Hektar großes Gelände verkauft hatte. Auf letztgenanntes Areal war 2008 der Reit- und Fahrverein Schönemoor als Pächter gezogen.
Später kam es zum Streit zwischen Mahlstedt und Baumfalk, insbesondere wegen der etwa 600 Meter langen und vier Meter breiten Zuwegung. Die Betreiberin der Hundeschule brachte entlang des Weges eine Befestigung mit Stacheldraht an. Dieser „Zaun-Streit“ ist bis heute nicht gelöst.
Unterdessen sagte Vereins-Pressewartin Gisela Meyer, dass sie bei der Jahreshauptversammlung anregen wolle, über eine alternative Zuwegung zum Gelände über den Kroogsweg zu sprechen.
