SCHöNEMOOR - Harm Ehlers war spürbar um Deeskalation bemüht. „Es geht weiter“, kündigte der Vorsitzende des Orts- und Verkehrsvereins Schönemoor eher geschäftsmäßig die Jahreshauptversammlung am Freitag, 5. Februar, ab 20 Uhr im Dorfkrug an. Der Verein wird sich dort auch mit Folgen des im Dezember eskalierten Streits befassen: Neun Vorstands- bzw. Beiratsmitglieder waren zurück- und/oder ausgetreten. Jetzt gilt es, die entstandenen Lücken zu schließen.
Insgesamt seien in Folge des Streits zehn Mitglieder ausgetreten, berichtete Ehlers. Was die Rücktritte angeht, lägen ihm einzelne Erklärungen schriftlich vor, bei anderen Mandatsträgern habe er deren Entscheidung aus der Zeitung entnehmen müssen.
Auf die Gesamtzahl der Vereinsmitglieder (knapp 600) hätten die Austritte kaum Auswirkungen, zumal es auch Neueintritte gebe. Ehlers rechnet damit, dass der Verein noch im laufenden Jahr die 600-er-Marke knackt.
Auch ist der Vorsitzende optimistisch, dass alle vakant gewordenen Ämter wieder besetzt werden können. „Die ersten Zusagen haben wir.“ Wichtig sei, dass alle Ortsteile der Altgemeinde Schönemoor im Vorstand vertreten seien, dies werde man wohl auch erreichen. Auch die Pflege der Vereins-Homepage sei gewährleistet.
Im Einzelnen sind bei der Versammlung folgende Posten zu besetzen: zwei stellvertretende Vorsitzende (bisher: Margrit Gremlowski und Folkert Paradies), zwei Schriftführer (Bernd Gerken und Uwe Pias), Jugendwart/in und Stellvertreter (Petra Stöver, Gaby Fokken, Nicole Dargel) sowie zwei Beiratsmitglieder.
Nachdem Ehlers im Verlauf des Streits „Alleingänge“ vorgeworfen worden waren, legte der (Rest-)Vorstand der Einladung zur Versammlung jetzt einen Fragebogen bei. Mitglieder werden darauf gebeten, eigene Wünsche zu äußern. Auch sollen Interessierte künftig via E-Mails über Vereinsaktivitäten unterrichtet werden.
Zu der Versammlung erwartet der Orts- und Verkehrsverein auch einen Vertreter der Gemeinde. Hier wünscht der Verein Ausführungen unter anderem zu Straßenerneuerungen, zum Stand der Dinge in puncto B 212neu und zur „gefürchteten Entwicklungsachse“ sowie zum gemeinsamen Windpark mit der Gemeinde Lemwerder.
