SCHöNEMOOR - Bierbrauer und Bogenschützen zeigen ihr Können, Butterkuchenbäcker, ein „Bademeister“ und Bullenreiter machen mit, wenn am Sonntag, 6. September, die Altgemeinde Schönemoor Kopf steht. „800 Jahre Schönemoor“ werden dann gefeiert. Das Programm ist mittlerweile festgezurrt – und auf einem Handzettel festgehalten. Genauer gesagt: Auf 10 000 Handzetteln, die am Montag von Vertretern örtlicher Vereine und weiteren Helfern vorgestellt wurden.

Ein paar Zahlen vorweg: Nach der Eröffnung der Feier um 10 Uhr mit einem Gottesdienst wird an 14 Stationen entlang der Schönemoorer Dorfstraße zum Staunen und Mitmachen, zum Schmausen, Zusehen oder Zuhören gebeten. Etwa 250 Helfer machen mit. Mit mindestens 6000 Gästen wird gerechnet.

Kutschen als „Shuttle“

Weil die Stationen teils mehr als vier Kilometer voneinander entfernt sind, werden Busse und Pferdekutschen eingesetzt, die bei Handzeichen anhalten. Für andere Kraftfahrzeuge ist die „Fest-Meile“ tabu. Wer völlig unabhängig sein möchte, der „sollte am besten mit dem Fahrrad kommen“, empfiehlt Hinnerk Twietmeyer vom Bürgerverein Heide-Schönemoor.

Auf den von der NWZ gesponserten Handzetteln sind neben einem Übersichtsplan auch Angebote der 14 Stationen aufgeführt. „Alles konnten wir nicht unterbringen“, beschrieb Margrit Gremlowski vom Orts- und Verkehrsverein Schönemoor den Umfang des Programms. Das hätte den Rahmen gesprengt. Zurzeit werden die Handzettel verteilt – so dass sie in Geschäften in den Landkreisen Oldenburg und Wesermarsch sowie in Delmenhorst ausliegen.


An den 14 Stationen wird teils mit großem Andrang gerechnet. Zum Beispiel bei Nummer 03, dem Bereich bei der Katharinenkirche. Hier organisiert Peter Mienert einen mittelalterlichen Markt – mit „Filzerey“ und „Malerey“, mit Badezuber, Steinmetz oder „Tändeley“. Mienert kündigte „etwa 80 Mitwirkende“ an.

Oder die Station 02, der Kindergarten „Flohkiste“: Hier baut Detlef Heinichen sein Marionettentheater auf. „Der kleine König und sein Pferd Grete“ werden das ganz junge Publikum um 13 und um 16 Uhr für jeweils etwa eine Stunde unterhalten.

„Altes Handwerk“ wird bei Station 11, den Höfen Bendix/Kruse, zu sehen sein, auf „Alte Landmaschinen“ haben sich die Aussteller bei Station 10, dem Haus Stolle, konzentriert.

Hoffen auf „Säemänner“

Eine ganz andere Attraktion gibt es bislang nicht auf Papier, wohl aber in einigen Köpfen: Geplant ist, dass mehrere „Säemänner“ in rotblauer Kleidung vor Ort informieren. Damit soll eine Figur aufgegriffen werden, die in Schönemoor bekannt ist – aus dem eigenen Wappen.