Schortens - Die jährliche Ortsschau, bei dem die Züchter stolz ihre besten Tiere präsentieren, ist für die Vereine am Huntsteert stets einer der Höhepunkte im Vereinsjahr. An diesem Wochenende, 23. und 24. November, sind die Geflügelzüchter an der Reihe. Der Geflügelzuchtverein Oestringen veranstaltet seine Vereinsschau. 130 Tiere gibt es zu sehen. Enten, Gänse, Tauben und Hühner vom Zwerghuhn bis zum großen Hahn.

Am Freitag nahmen die Preisrichter Jens Tammen und Theo Suntken die Ausstellungstiere in Augenschein, prüften Federkleid und Körperbau, Farbe, Zeichnung und viele weitere Merkmale. „Hier steht alles drin“, sagt Theo Suntken und zeigt ein dickes Handbuch. Fast 300 Hühner- und Zwerghuhnrassen sind darin aufgelistet, jede einzelne hat ihre Merkmale. „Dazu kommen zur weiteren Unterscheidung noch mal 1000 Farbschläge“, sagt Jens Tammen.

Die Eröffnung nimmt Bürgermeister Gerhard Böhling an diesem Samstag um 11 Uhr vor. Dann werden auch die Pokale und Urkunden an die Vereinsmeister mit den besten Zuchtergebnissen überreicht. Die Ausstellung mit Caféteria ist an beiden Tagen von 10 bis 16 Uhr geöffnet. De Eintritt ist frei.

Die Ortsschau 2019 fällt kleiner aus als die Schauen der Vorjahre: Diesmal sind nur acht Aussteller inklusive Vereinsjugend dabei, sagt Vorsitzende Petra Wolf. Einige Krankheitsfälle haben die Zahl der Aussteller und damit auch die der gezeigten Tiere reduziert. In einem anderen Falle hatte ein Marder zwei Tage vor dem Aufbau der Ausstellung im Hühnerstall einer Züchterin gewütet und alles Federvieh massakriert.

Die gut 130 Tiere, die die Geflügelzüchter am Wochenende zeigen, sind „gutes Material“ so Preisrichter Theo Suntken. Er hat gerade eine Zwerg-Wyandotte, silber-schwarzgesäumt, auf dem Hühner-Prüfstand. Ein schönes Tier, ein gutes Federkleid. Aber für Topnoten reicht es nicht. „Zu wenig Brustfülle“ notiert Suntken und macht auf einem Bewertungszettel noch weitere Notizen und Zeichen, die vermutlich nur Geflügelzüchter lesen und verstehen können. Spätestens heute Vormittag bei der Preisverleihung ist dann aber klar, wer das beste Federvieh mitgebracht hat.


Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever