Schortens - Auf den ersten Blick sehen sie wie ganz normale Tauben aus. Doch die Tiere, die die Reisevereinigung „Friesenland“ am Wochenende in der Huntsteertscheune präsentierte, sind etwas ganz Besonderes. Sie finden über hunderte von Kilometern zielgenau den Weg zurück an ihren Heimatort. Das können nur wenige Tiere. Und wie sie das machen, ist erst seit wenigen Jahrzehnten bekannt.
Sieger in der Kategorie schönstes Männchen mit Reiseleistung war Udo Westerbur aus Esens. Bei den Männchen ohne Reiseleistung gewann Karl Wilts aus Schortens. Bei den Weibchen mit Reiseleistung gewann Leo Osterbrink aus Esens und bei den Weibchen ohne Reiseleistung siegte wieder Udo Westerbur wie auch bei den sechs besten Tauben ohne Reiseleistung. Die besten sechs Tiere mit Reiseleistung stellte Ralf Folkerts aus Esens.
Vorsitzende Hans-Peter Becker bedankte sich bei allen Ausstellern, den Kommunen und Firmen für die Unterstützung ebenso bei der stellvertretenden Bürgermeisterin Anne Bödecker für die Schirmherrschaft.
In ihrer Haltung sind sie vielleicht ein wenig stolzer und muskulöser als normale Tauben. Und für die Züchter ist es natürlich ein besonderer Reiz, die Tiere gegeneinander antreten zu lassen. In Preisflügen werden sie mit dem LKW über viele hunderte Kilometer transportiert, um sie dann aufzulassen und mit dem Preisflug den schnellsten Vogel zu ermitteln.
Für die Züchter ist es natürlich eine Herausforderung, nicht nur schöne, sondern auch leistungsstarke Tiere zu züchten. Aber auch das Aussehen der Tiere ist wichtig und wird bei dieser Ausstellung von Preisrichtern beurteilt und prämiert.
156 Tauben zeigten die Züchter in den Volieren und am Sonntag konnten Interessierte sogar Tauben von den Züchtern kaufen.
Die Reisevereinigung umfasst die Vereine aus Jever, Schortens, Wangerland, Wittmund, Esens und Wiesmoor. Ohne diesen Zusammenschluss könnten die Vereine die Kosten für die Preisflüge allein nicht stemmen. Seit 30 Jahren haben sie ihren Standort in der Huntsteertscheune. Und da ist es schon eine besondere Auszeichnung, für beste Tiere prämiert zu werden.
