SCHORTENS - Ein kleines Jubiläum konnte die DLRG-Ortsgruppe Schortens-Jever in diesen Tagen feiern: „Vor zehn Jahren zog unsere DLRG-Ortsgruppe aus Kellerräumen und einer Scheune in die neuen Räumlichkeiten beim Freibad in Heidmühle um.“ Daran erinnerte der erste Vorsitzende der DLRG-Ortsgruppe, Bernd Wilkens, jetzt auf der Jahreshauptversammlung. „Der Ortswechsel war eine große Verbesserung der Leistungsfähigkeit unserer Ortsgruppe“, so Wilkens.

Vor zahlreichen Mitgliedern und Ehrengästen wie Schortens’ Bürgermeister Ger­hard Böhling und Jevers stellvertretendem Bürgermeister Horst-Dieter Husemann, Schortens’ Ortsbrandmeister Ralf Schmittmann und Stellvertreter Rainer Kunz sowie dem Vizepräsidenten des DLRG-Landesverbands, Dietrich Irrgang, zog Wilkens Bilanz und blickte voraus auf die Herausforderungen der DLRG.

„Den größten Beitrag für die DLRG leisten natürlich gut ausgebildete Mitglieder“, erklärte Wilkens. Im vorigen Jahr besuchten mehr Mitglieder denn je verschiedene Ausbildungslehrgänge. So wurde ein Bootsführerschein erworben, drei Mitglieder legten Prüfungen zum Ausbildungshelfer ab, vier weitere wurden zu Sanitätern, drei zu Katastrophenschutzhelfern und weitere zehn zum Helfer im Wasserrettungsdienst ausgebildet. Insgesamt legten 35 Personen ein Rettungsschwimmabzeichen in Bronze, Silber oder Gold ab (17 Bronze, 14 Silber, 4 Gold) und zusätzlich elf den Juniorretter.

Die größte Nachhaltigkeit zur Verhinderung von Schwimm- und Badeunfällen werde aber mit der Ausbildung von Nichtschwimmern zu Schwimmern erreicht, sagte Wilkens und konnte berichten, dass im vorigen Jahr 55 junge Leute das Seepferdchen und 81 ein Jugendschwimmabzeichen ablegten (43 Bronze, 30 Silber, 8 Gold). Dabei richten sich die Schwimmkurse nicht nur an Kinder und Jugendliche, sondern an alle Altersgruppen.

Auch die Aufklärung der Bevölkerung über Gefahren im und am Wasser, die von der DLRG geleistet wird, ist ein wichtigen Beitrag zur Gefahrenvermeidung.


Ihre gute Ausbildung konnte die DLRG-Ortsgruppe Schortens-Jever in verschiedenen Einsätzen unter Beweis stellen, die nicht nur Wachdienste ausmachten, sondern auch Wasserrettungen und vor allem Hilfe beim Katastrophenschutz. Insgesamt wurden 16 550 Stunden gemeinnützige Arbeit geleistet. Ein solches Pensum kann aber auch in Zukunft nur bewältigt werden, wenn Politik, Wirtschaft und Bevölkerung die DLRG vermehrt unterstützen, betonte Wilkens. Die ehrenamtliche Arbeit der DLRG sei eine wichtige Hilfestellung und verdiene somit eine hohe Priorität, auch bei leeren Stadtkassen.

Nach Mitgliederehrungen (siehe Infokasten) übernahm DLRG-Vizepräsident Irrgang die Ehrung von Rolf Mrosek, der seit 50 Jahren in der DLRG tätig ist. Irrgang erinnerte daran, dass Mrosek bereits die höchste Auszeichnung der DLRG für besondere Verdienste verliehen bekam und sich vor allem für den Katastrophenschutz einsetzt.