Schortens - Noch ist es nicht amtlich, aber der finale Beschluss im Schortenser Stadtrat am 25. Februar ist nun eigentlich nur noch Formsache: Das Baugebiet „Dicktonnenstraße“ in Sillenstede kommt. Der Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt hat mit großer Mehrheit den Plänen zugestimmt. Einzig die Grünen votierten dagegen.
Strittig war bis vor kurzem noch die Zuwegung in das geplante Neubaugebiet. Die behagte der SPD/FDP-Gruppe nicht – doch nach weiteren Ortsterminen und Gesprächen mit dem Investor und Sillensteder Bauunternehmer Olaf Janssen ist der Knoten nun geplatzt.
Wie berichtet, soll das Baugebiet über den Purkswarfer Weg erschlossen werden, der am „kürzeren Ende“ der ringförmig verlaufenden Dicktonnenstraße abzweigt und als überwiegend landwirtschaftlich genutzter Weg weit ins Land führt. Der Purkswarfer Weg soll rund 70 Meter ausgebaut werden – von der Dicktonnenstraße bis zur Einmündung ins Neubaugebiet. Der linksseitige Graben wird verrohrt, die Fahrbahn auf 5,50 Meter ausgebaut und verbreitert, zusätzlich ist ein 2,50 Meter breiter Fußweg geplant. Für die etwa zehn Erlen, die oben im Bereich der Dicktonnenstraße weichen müssen, will Investor Olaf Janssen Ersatzpflanzungen beim naturnahen Regenrückhaltebecken an der Hengstweide vornehmen. Außerdem geplant: Ein zusätzlicher Fußweg, der vom Neubaugebiet in den Sillensteder Ortskern führt.
Thomas Labeschautzki (SPD) betonte, dass es wichtig und richtig sei, Wohnbaugebiete nicht nur in Schortens und Heidmühle, sondern auch in den Ortsteilen anzubieten. „Wir wollen auch Sillenstede weiterentwickeln.“ Auch Elfriede Schwitters (FDP) ist erleichtert, „dass wir einen Kompromiss gefunden haben.“ Ralf Thiesing (CDU) ist ebenfalls froh, dass es mit dem Baugebiet nun vorankommt.
Für das kleine Neubaugebiet mit 30 Bauplätzen stehen die Interessenten in den Startlöchern. Nach dem erwarteten Ratsbeschluss Ende Februar sollen die Flächen zügig erschlossen werden. Vielleicht schon im Sommer können dann die ersten Häuser gebaut werden.
