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Familiengeschichte Gemeinsames Lachen wird er vermissen

Schortens - Eduard Popken ist ein fröhlicher Mensch. Er lacht viel. Auch wenn er über ein trauriges Thema spricht: die Schließung seines Ladens in Schortens. Noch ist es nicht so weit. „Aber am Tag der Schließung werden sicher auch ein paar Tränen fließen“, sagt er.

Auch wenn es schwer fällt: Die Familie Popken hat entschieden, neben dem „Ring-Preis“ jetzt auch das Zoo-Fachgeschäft zu schließen. „Das hat keine wirtschaftlichen Gründe“, sagt Popken. „Aber ich bin jetzt 72 Jahr alt, keines meiner Kinder möchte den Laden übernehmen – nun ist für uns Schluss“, sagt er.

Derzeit läuft noch der Räumungsverkauf. Und nebenbei wird ein Investor für das gut 6500 Quadratmeter große Grundstück an der Menkestraße gesucht. Vermutlich wird das jetzige Gebäude abgerissen werden.

„Das ist eine tolle Lage“, meint Popken – und hofft, dass etwas Schönes den Platz einnehmen wird. „Ich möchte doch später gern noch hier vorbeifahren wollen.“ Dass er den Laden nicht nur vermietet, sondern das Grundstück verkaufen möchte, hat auch einen Grund: Sonst müsste vermutlich für viel Geld alles saniert werden.

Start mit Gastwirtschaft

Mit dem endgültigen Verkauf endet in Schortens eine lange Zeit des Familiengeschäfts. Bereits 1840 kam der erste Popken nach Schortens: Dietrich Popken besaß ein Stück Land und ein Haus an der Menkestraße. 1871 eröffnete Johann Gerhard Popken dann einen Gemischtwarenladen mit Gastwirtschaft – damit begann die eigentliche Geschichte des Familiengeschäfts. 1901 übernahm Eduard Popken – der Großvater – die Gastwirtschaft und den Laden.


„Mein Vater allerdings, Hans Popken, der wollte keine Kneipe mehr führen“, erinnert sich Eduard Popken. Und so begann er, etwas Neues zu schaffen: Er eröffnete eine Kohlenhandlung mit Dünger- und Futtermittelbetrieb.

Als Kohle aber nicht mehr als Brennstoff verwendet wurde, fand wieder eine Veränderung statt: Eduard Popken eröffnete die Zoohandlung mit Gartenartikeln, seine Frau Monika führte die Abteilung für Bastelbedarf ein.

Entscheidung nicht leicht

Doch damit ist jetzt Schluss. „Und es war keine einfache Entscheidung“, sagt Popken. Er lächelt, aber seine Augen verraten etwas anderes. „Da hängen natürlich eine Menge Emotionen mit dran.“

Zwar freut sich Popken auch auf seinen Ruhestand: Schon jetzt steht ein Urlaub in Dänemark im Kalender, in dem er viel mit Hund Herma spazierengehen möchte. „Außerdem bin ich im Schortenser Kirchenrat aktiv.“ Und dennoch wird er seinen Laden vermissen. Viel mehr noch die netten Gespräche mit seinen Kunden, und vor allem: das Lachen mit seinen Mitarbeitern. Denn Eduard Popken lacht gerne.

Antje Brüggerhoff
Antje Brüggerhoff Lokalredaktion, Jeversches Wochenblatt
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