SCHORTENS - Finanzielle und persönliche Probleme hätten zum Aus für das Forsthaus-Restaurant geführt. Die Forsthaus GmbH will bald einen neuen Pächter präsentieren.
Von Oliver Braun
SCHORTENS - „Der Vorwurf an die Stadt Schortens und insbesondere an ihren Wirtschaftsförderer in Zusammenhang mit der Schließung der Gaststätte im Forsthaus Upjever ist unangebracht und wir nehmen diesen offiziell und vollständig zurück.“ Auf diese Aussage seiner Mandanten legte Jochen Meineke, Anwalt und Sohn der bisherigen Betreiberfamilie der Gaststätte im Forsthaus Upjever, gestern besonderen Wert.Tatsache ist, dass das Gasthaus im Forsthaus Upjever wegen finanzieller Zwänge und persönlicher Probleme der Betreiber Ende vergangenen Woche schließen musste und der Pächter das Gewerbe abgemeldet hat (die NWZ berichtete). Nun werde das Insolvenzverfahren eingeleitet.
Die Mitarbeiter hätten Tränen in den Augen gehabt, und da seien in emotional sehr aufgewühltem Zustand Dinge gesagt worden, für die es keinen Grund gibt, so Meineke. Im Gegenteil: Die Zusammenarbeit der Forsthaus-Pächter mit der Stadt Schortens sei immer sehr vertrauensvoll gewesen.
Die Forsthaus GmbH – das sind als Beteiligte je zur Hälfte der Landkreis Friesland und die Stadt Schortens – hätten mit dem Pächter vergebens nach Lösungen gesucht. Wegen größerer Mietrückstände habe man letztlich schon vor geraumer Zeit die Kündigung aussprechen müssen, den bisherigen Pächtern aber zugleich angeboten, dass sie das Restaurant so lange weiterbetreiben können, bis ein Nachfolger gefunden sei, erklärte der Vorsitzende der Forsthaus-Betriebsgesellschaft, Bolko Schroeder.
Schortens’ Bürgermeister Gerhard Böhling stärkt zugleich dem städtischen Wirtschaftsförderer und Geschäftsführer der Forsthaus-Betriebsgesellschaft, Dominic Schaudt, den Rücken: „Er setzt lediglich die Vorgaben der Gesellschafterversammlung um.“ Ihm sei keinerlei Vorwurf zu machen.
Die Forsthaus GmbH sei nach wie vor von der wirtschaftlichen Tragfähigkeit des Objektes im Upjeverschen Forst überzeugt, betonten Schroeder und Böhling. Die Forsthaus GmbH stehe in Verhandlungen mit möglichen Pächtern und hofft, das Forsthaus-Restaurant noch in diesem Jahr wieder eröffnen zu können.
Die Forsthaus GmbH setzt dabei neben guter Küche und Gastlichkeit besonders auf den touristischen Reiz des traditionsreichen Gasthauses mitten im Wald. Weniger Flugbetrieb, eine verbesserte Parkplatzsituation und nicht zuletzt die Aktivität des Vereins „Gattersäge Upjever“ sollten dem Forsthaus künftig wieder mehr Gäste bescheren.
