Varel - „Jeder kann in eine Notlage geraten, in der er auf die Hilfe oder schnelle Unterstützung durch andere angewiesen ist“, sagt Varels Gleichstellungsbeauftragte Brigitte Kückens. Zusammen mit Julia Martens, die zurzeit ein Praktikum im Büro der Gleichstellungsbeauftragten absolviert, setzt sie sich für die Aktion „Gute Fee“ ein. Wer sich an der Aktion beteiligen will, wer selbst als „gute Fee“ agieren will, kann sich im Büro der Gleichstellungsbeauftragten melden. Angesprochen sind alle Geschäfte der Innenstadt und Institutionen.
Die „gute Fee“ (und das kann natürlich auch ein „guter Zauberer“, um im Bild zu bleiben) soll Hilfe geben und bei hilfesuchenden Menschen Hemmschwellen abbauen. Die Aktion richtet sich an alle hilfesuchenden Menschen vom Kind bis zum Senioren.
Vielen, insbesondere älteren Menschen, fällt es schwer, um Hilfe zu bitten, da sie niemandem zur Last fallen wollen, so die Initiatoren. Das sind das Lokale Bündnis für Familien in Friesland, die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten aus Friesland sowie die „Arbeitsgemeinschaft 60 plus“ und die Polizei in Friesland.
Die Aufkleber mit dem Logo „Gute Fee“ wurden übrigens 2003 von einem damals neunjährigen Schüler aus Schortens entworfen. Die Stadt Schortens war auch Vorreiter dieser Aktion.
Es wurden jetzt Plakate, Handzettel und Aufkleber erstellt, mit denen Geschäfte und öffentliche Einrichtungen Hilfsbereitschaft, Menschlichkeit und Zivilcourage zeigen können. Die Aufkleber an den Türen der teilnehmenden Geschäfte und Einrichtungen signalisieren: „Hinter dieser Tür“ befinden sich hilfsbereite Menschen, die bereit sind, mir in Notsituationen zu helfen und Beistand zu leisten.
Am Montag startet Praktikantin Julia Martens mit dem Verteilen des Informationsmaterials in den Geschäften der Vareler Innenstadt. „Auch wenn es für viele Geschäfte schon jetzt selbstverständlich erscheint, in Notlagen zu helfen, würden wir uns freuen, wenn dieser Aufkleber in vielen Schaufenstern in Varel sichtbar angebracht wird“, sagt Brigitte Kückens. Der Aufkleber signalisiert: Hier kann ich umkompliziert Hilfe bekommen.
Zu den Aufklebern gibt eine Handlungsempfehlung für Mitarbeiter, in der aufgezeigt wird, wie unkompliziert geholfen werden kann. Diese Handreichung enthält einige wichtige Punkte – und die Notrufnummer der Polizei – und kann im Kassenbereich hinterlegt werden. In Schulen und Kindergärten und anderen öffentlichen Einrichtungen wird durch Plakate auf diese Aktion aufmerksam gemacht. In einigen Gemeinden des Landkreises wurden die Plakate und Aufkleber für die „Gute Fee“ schon verteilt
Weitere Informationen erhalten Interessenten bei der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Varel, Brigitte Kückens,Telefon 04451/126 136, oder per Email: gb@varel.de.
