SCHORTENS - Auf dem Gebiet der Naturheilkunde wird eine Vielfalt an Therapien angeboten. Doch welche ist die Richtige? Der Heilpraktikertag im Schortenser Bürgerhaus bot weit mehr als nur Einblicke in die Naturheilkunde: Die mehr als 30 Aussteller zeigten die Vielfalt auf diesem Gebiet auf – alles um gesund zu werden oder zu bleiben.
Diesen Ansatz vertritt etwa das Ehepaar Doris und Volker Niespor in ihrer Naturheilpraxis für chinesische Medizin. manche Behandlung sei prophylaktisch um bestimmte Krankheitsbilder gar zu vermeiden, berichten sie. So sollen die Ärzte im alten China nur entlohnt worden sein, wenn die Menschen am Ende gesund waren.
„In der chinesischen Medizin wird der Mensch als ganzes betrachtet“, so Volker Niespor. Dieses Prinzip sei in der Naturheilkunde selbstverständlich: „Bei uns steht der Mensch im Vordergrund, niemals die Krankheit“, betont auch Heidrun Peters, die die Veranstaltung zum vierten Mal organisiert hat und sich mit der Resonanz sehr zufrieden zeigte.
Der ganzheitliche Ansatz finde in der Schulmedizin langsam ebenso Anklang, berichtete Niespor. Er bietet neben anderen Therapien Suchtbehandlungen an. Mit der Entwöhnungstherapie durch Akupunktur können Raucher nach seinen Worten in wenigen Minuten zum Nichtraucher werden. Die Erfolgsrate von rund 90 Prozent spreche für sich, so der Heilpraktiker.
An einem anderem Stand wurde anhand eines Blutstropfens die Regulationsfähigkeit des Organismus’ analysiert, eine Aktion, für die die Besucher gerne eine Warteschlange in Kauf nahmen. Nebenan präsentierte Almut Ohnesorge-Sehring die Bio-Impedanz-Analyse. Dafür mussten sich die Probanten kurz hinlegen.
Die Messung gibt Aufschluss über den Zellanteil, Ernährungs- und Trainingszustand sowie den Körperfett- und Wasseranteil. „Eine Methode, die erheblich mehr über den körperlichen Zustand verrät als der errechnete Body Mass Index (BMI)“, erklärte Ohnesorge-Sehring Interessierten. Überhaupt sieht sie künftig angesichts immer mehr Übergewichtigen und Diabetikern großen Handlungsbedarf in der Ernährungsmedizin.
Neben den Informationsgesprächen gab es eine Reihe von Vorträgen. Darin ging es um Bachblüten, Darmsanierung, Klassische Homöopathie oder Hypnosetherapie.
„Die Möglichkeiten in der Naturheilkunde sind groß, das hat auch dieser Schortenser Heilpraktikertag wieder deutlich aufgezeigt“, sagt Heidrun Peters: Sie ist sicher, dass jeder die richtige Methode für sich entdecken konnte.
