SCHORTENS - Groß war die Begeisterung vieler Menschen, als am Sonntag das Floß des Vereins Lebensweisen aus Schortens am Ems-Jade-Kanal in Sande zu Wasser gelassen wurde. „Es ist ein Luxusfloß mit Mast, Galionsfigur, Motor, Paddel und mit sicherer Reling geworden und sogar zusammenklappbar“, freute sich Peter Finkenstädt riesig nach erfolgter Taufe.

„Nils Holgersson“ soll das Floß heißen und erinnert an die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen nach dem Roman der schwedischen Schriftstellerin Selma Lagerlöf.

Viel Zeit und Mühe war bis zu diesem Zeitpunkt investiert worden. Das gemeinsame Projekt von Lebensweisen und dem Verein Gattersäge Upjever, das vom Kanu- und Segelverein Sande unterstützt wurde, verband viele Beteiligte über einige Monate. Es begann im März im Upjeverschen Forst, als Revierförster Carsten Friedrich Streufert das Holz für den Floßbau bereitstellte. Freiwillige Sägemüller holten gemeinsam mit den Mitgliedern der Freizeitgruppe „Junge Menschen mit Behinderung öffnen Türen“ die Stämme aus dem Wald und entasteten sie. Anschließend wurden sie im Sägeschuppen zu Brettern und Balken verarbeitet.

Doch was wäre ein solches Projekt ohne Planer und Macher? Holger Krahe vom Verein Gattersäge hatte alles im Kopf, arbeitete mit den Jugendlichen zusammen oder arbeitete in seiner Freizeit manchmal ganz allein an der Fertigstellung des Floßes.

Unterstützt wurde er dabei von Eltern behinderter Kinder oder auch von Ralph Habersetzer (Gattersäge), der manches Holzteil in seiner Werkstatt händefreundlich glatt bearbeitete. Pia Heuer leitete die Freizeitgruppe und führte hier das Kommando. Schließlich unterstützten Sandra und Michael Wessel vom Kanuclub und weitere Mitglieder den Stapellauf.


Nach erfolgtem Stapellauf ging es mit Motorkraft und unter vielen Beifallsbekundungen von Schaulustigen am Ufer den Ems-Jade-Kanal hinauf und hinunter. Sicherlich wird das Floß bald auch weitere Fahrten unternehmen.