SCHORTENS/JEVER - Die Ortsgruppe Schortens-Jever bestätigte ihren Vorstand. Retter wünschen sich mehr Unterstützung.

Von Jörg Stutz

SCHORTENS/JEVER - Das Thema Schwimmausbildung zog sich wie ein roter Faden durch die Jahreshauptversammlung der DLRG-Ortsgruppe Schortens-Jever. Mittlerweile sterben in Deutschland mehr Menschen bei Badeunfällen als durch Brände, berichtete Bernd Wilkens. Als Grund nannte der Ortsgruppenvorsitzende einen dramatischen Anstieg der Nichtschwimmer-Zahlen.

Wilkens kritisierte in diesem Zusammenhang die Reduzierung des Schwimmunterrichts an den Schulen und die damit verbundene Abnahme der Bewegungsfähigkeit bei Kindern und Jugendlichen. Auch der DLRG-Bezirksvorsitzende Rolf Mrozek kritisierte den „Trend zur Bäderschließung“. So genannte Spaß-Bäder seien ungeeignet für die Schwimmausbildung. Mrozek lobte hingegen die Städte Jever und Schortens, die noch über 25- bzw. 50-Meter-Bahnen verfügen.

Grundpfeiler der DLRG-Arbeit ist die Schwimmausbildung. Denn, so Wilkens: „Aus der Altersgruppe der Anfänger kommen die Rettungsschwimmer, aus dieser Gruppe wiederum die Wachgänger, Taucher, Bootsführer und alle weiteren Mitarbeiter im Einsatzbereich, in der Schwimmausbildung und in der Jugendarbeit.“ Jugendliche und junge Erwachsene gestalten nach Angaben des Vorsitzenden „aus eigenem Antrieb“ einen großen Teil der Vereinsarbeit.

Die 538 Mitglieder zählende Ortsgruppe hat laut Wilkens einen sehr hohen Standard und das umfangreichste Leistungsangebot in der Region. Stolz wies der Vorsitzende auf den Einsatz seiner Leute beim Elbhochwasser im April vergangenen Jahres hin. Dort sei die DLRG-Ortsgruppe als jüngste, motivierteste und am effektivsten ausgerüstete Einheit aufgefallen.


Nach Angaben von Wilkens können die Lebensretter aus Jever und Schortens aufgrund der Einnahme-Ausgaben-Situation „die Anforderungen so gerade noch erfüllen. Er appellierte deshalb an die Verantwortlichen, die Ausstattung der DLRG „angemessen zu erhöhen“.

Schortens’ stv. Bürgermeisterin Heide Bastrop bedankte sich – auch im Namen von Jevers Bürgermeisterin Angela Dankwardt – für den Wachdienst in den Bädern der beiden Städte. Die Sander Ratsfrau Monika Willenbücher dankte für die Einsätze am Sander See. Marianne Rasenack vom jeverschen Freibad-Förderverein sprach von „Freizeit in Sicherheit“, für die die DLRG-Wachgänger sorgen.

Bei den Neuwahlen wurden Vorsitzender Bernd Wilkens und sein Stellvertreter Wolfgang Grabbe einstimmig bestätigt. Schatzmeister bleibt Herbert Hayen. Technische Leiter sind Peter Schmidt und Falk Janßen. Janßen übernahm den Posten von Manuela Schmidt, die sich jedoch weiter in der Kinderschwimmausbildung engagieren will.

Wolfgang Hayen wurde für 40-jährige Mitgliedschaft in der DLRG geehrt. Marcus Ertelt, Victoria Schmidt, Frank Mähliß und Wolfgang Grabbe sind seit zehn Jahren bei den Lebensrettern.

Mehr Info unter

www.dlrg-schortens-jever.de

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NWZ/JEVER/.3