SCHORTENS - Einen Karton mit Weinbergschnecken haben die Jungen und Mädchen, die derzeit im Schortenser Feriengarten im Jugendheim am Klosterpark betreut werden, am Vormittag im nahe gelegenen Klosterpark gesammelt. Dann kündigt sich Besuch an: Die Kinder vom benachbarten Kindergarten Oestringfelde, der nach der Sommerpause mittlerweile wieder seinen Betrieb aufgenommen hat, wollen mal vorbeischauen. So herrscht ein großes Hallo im Feriengarten und die Weichtiere werden genau beäugt.
Zum ersten Mal hat die Stadt Schortens während der Sommerferien einen Feriengarten eingerichtet. Das neue Angebot im Jugendheim am Klosterpark ist Teil des Kinderbetreuungskonzeptes, um berufstätigen Eltern und alleinerziehenden Müttern oder Vätern während der sechswöchigen Schulferien die Betreuung ihres Nachwuchs anbieten zu können. Der Feriengarten ist während der gesamten Sommerferien immer montags bis freitags von 8 bis 13 Uhr geöffnet. Auch Sonderöffnungszeiten ab 7 Uhr oder bis 14 Uhr sind möglich.
Trotz der Kürze der Zeit, in der dafür geworben werden konnte, ist das Angebot bei den Eltern bereits auf große Resonanz gestoßen: „Wir haben 33 Kinder zwischen drei und zehn Jahren betreut – pro Woche durchschnittlich acht bis zehn Kinder“, berichtet Heidrun Klaperski. Die ehemalige Leiterin des Kindergartens Glarum hat mit Kollegin Gerda Rockel die Betreuung der Feriengarten-Kinder übernommen.
Nicht nur Klaperski und Rockel sowie die Eltern sind von dem Angebot begeistert. Vor allem gefällt es auch den Kindern so gut, dass manche noch für eine weitere Woche Feriengarten angemeldet wurden. Schließlich standen schon etliche Ausflüge u.a. ins Aqua Toll und ins Bullermeck, ins Küstenmuseum und ins Wattermeerhaus, in den Werdumer Haustierpark, zum Muschelnsammeln an den Geniusstrand oder auf den Aktivspielplatz in Voslapp auf dem Programm und machten den Feriengartenbesuch zum kleinen Abenteuerurlaub. Eine Schatzsuche mit dem RUZ, ein Schlossbesuch in Jever oder Exkursionen im Klosterpark sorgten ebenfalls für allerhand Unternehmungslust und Abwechslung.
Bevor die Feriengarten-Kinder zu ihren Ausflügen aufbrechen, wird gebastelt, gemalt und bis etwa 9.30 Uhr gemeinsam gefrühstückt, so Gerda Rockel. „Manches Mal mussten wir wegen des durchwachsenen Wetter unser Ausflugsprogramm umdisponieren“. Aber für Schlechtwetter hätten sie stets ein Alternativ-Programm parat.
50 Euro kostet die Betreuung im Feriengarten pro Woche. Darin enthalten sind auch sämtliche Kosten für Frühstück, Bastelmaterialen, Eintrittsgelder und Fahrtkosten.
Nun hoffen viele Eltern auf eine Fortsetzung des Feriengartens möglichst schon in den Herbstferien. „Doch das klappt so schnell wohl nicht“, sagt Elke Idel von der Stadt Schortens. Sie ist mit der Auslastung für die Premiere recht zufrieden. Eine Neuauflage in den Sommerferien 2008 sei sehr wahrscheinlich. Etliche Eltern hätten für ihre Kinder bereits Plätze reserviert.
