SCHORTENS - Die Stadt Schortens bietet mit dem Feriengarten erstmals eine Betreuung von Grundschul- und Kindergartenkindern in den gesamten Sommerferien an. Die Nachfrage ist aber noch verhalten.

Von Oliver Braun

Der Feriengarten ist eingerichtet, die Betreuerinnen sind gefunden – fehlen eigentlich nur noch die Kinder. Erst acht Jungen und Mädchen zwischen sechs und neun Jahren sind für die erste Woche der Sommerferien im Feriengarten angemeldet, berichtete Elke Idel von der Stadtverwaltung am Donnerstag. Für diese erste Woche, vor allem aber für die übrige Zeit der Sommerferien (19. Juli bis 29. August) stehen noch viele Plätze für die Kinderbetreuung zur Verfügung.

Der Feriengarten ist Teil des neuen Schortenser Kinderbetreuungskonzeptes (die NWZ berichtete) und richtet sich vorrangig an berufstätige Eltern, die während der langen Schulferien nicht ebenfalls sechs Wochen Urlaub machen können und deshalb für die eine oder andere Woche weiterhin auf Kinderbetreuung angewiesen sind.

„Es hat ja nicht jeder die Oma oder den Opa nebenan wohnen, die sich um die Kinder kümmern können“, so Idel.


Der Feriengarten ist im Jugendheim am Klosterpark eingerichtet und kann ganz nach Bedarf wochenweise gebucht werden. Pro Woche – also für 25 Stunden Betreuung – zahlen die Eltern 50 Euro. In sozialen Härtefällen ist ein Preisnachlass möglich. Im Preis enthalten sind ein tägliches gemeinsames Frühstück für die Kinder sowie Geld für Bastelmaterialien oder Eintrittsgelder für Schwimmbad und andere Freizeitangebote.

Geöffnet ist der Feriengarten während der Sommerferien immer montags bis freitags von 8 bis 13 Uhr. Im Bedarfsfall können mit der Stadtverwaltung auch Sonderöffnungszeiten ab 7 Uhr morgens oder über 13 Uhr hinaus vereinbart werden. Ansprechpartnerin ist Elke Idel, Tel. 04461/98 21 99.

Als Betreuerinnen werden sich Heidrun Klaperski und Gerda Rockel um die Kinder im Feriengarten kümmern. Die beiden Frauen waren viele Jahre lang als Erzieherinnen im Kindergarten Glarum tätig und haben schon viele Pläne, was sie mit den Kleinen unternehmen wollen.

Für die Stadt Schortens ist der Feriengarten Neuland. „Wir müssen jetzt unsere Erfahrungen sammeln und das Angebot publik machen“, sagte Bürgermeister Gerhard Böhling. Er vermutet, dass die Nachfrage noch steigt.