SCHORTENS - Riesenüberraschung beim Stelldichein der Stadt Schortens im Bürgerhaus am Sonntag: Zusätzlich zu den schon traditionellen Würstchen, Rollmöpsen und Berlinern gab es für die Besucher in diesem Jahr noch zwei große Marzipantorten mit dem Emblem der Stadt. Zum 25. Mal gab es jetzt den Neujahrsempfang der Stadt Schortens und das sollte gefeiert werden.
Auch die dunklen Wolken der Wirtschaftskrise, die Anfang des letzten Jahres die Aussichten verdunkelt hatten, haben sich zwar noch nicht ganz verzogen, sind aber Anfang 2011 längst nicht mehr so bedrohlich wie noch vor einem Jahr. „Wir haben diese Herausforderung angenommen. Und ich kann heute sagen: Wir haben diese Herausforderung gemeistert.“ Eine durchweg positive Bilanz des vergangenen Jahres zog Bürgermeister Gerhard Böhling in seiner Ansprache.
Mit 2,6 Millionen Euro Einnahmen aus der Gewerbesteuer habe die Stadt das beste Ergebnis seit Jahren erreicht. „Unsere Ansiedlungspolitik und auch die Politik niedriger Steuerhebesätze tragen also langsam aber sicher Früchte“, so Böhling. Für das Jahr 2011 konnte Böhling darauf verweisen, dass in der Stadt mehr als 20 Millionen Euro privates Geld für Investitionen in Bewegung kommen.
Hat schon im vorigen Jahr das Unternehmen Planet4One in Ostiem seinen Betrieb aufgenommen, wird das Unternehmen Arvato – ein Tochterunternehmen des Bertelsmann Konzerns – im TCN einen vierstöckigen Neubau errichten und damit das TCN der angepeilten Marke von 3000 Beschäftigten ein gutes Stück näher bringen. Darüber hinaus hat Horst Bartels, Inhaber der Nordfrost Unternehmensgruppe, angekündigt, die Europazentrale des Unternehmens am Nordfrostring um einen zweiten Bau gleicher Größe erweitern zu wollen (dieNWZ
berichtete). Das Unternehmen habe sich so positiv entwickelt, dass schon nach kurzer Zeit die Erweiterung notwendig sei. Das schaffe ca. 130 zusätzliche neue Arbeitsplätze.Ausführlich ging Böhling auf den Streit mit der EWE ein. Mehr als 500 000 Euro habe die Stadt in den vergangenen Jahren auf einem Sonderkonto zurückgehalten und spare pro Jahr 65 000 Euro am Gaspreis. Gleichzeitig schaue man mit Interesse auf die Entwicklung der Friesenenergie im Wangerland.
Darüber hinaus sei der Weg der familienfreundlichen Stadt konsequent weiter gegangen worden. Mit vier Ganztagsgrundschulen, der Einrichtung von Kinderkrippen und der Jugendarbeit sei die Stadt in vielerlei Hinsicht vorbildlich.
Und Böhling verkündete auch, was für niemanden im Saal eine Überraschung war: Er werde bei den Kommunalwahlen in diesem Jahr für das Amt des Bürgermeisters wieder kandidieren.
