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Stadtentwicklung In Schortens Investor plant Neubau an Menkestraße

Schortens - Was auch immer Investor Horst Pögel mit dem leerstehenden Objekt an Schortens’ Menkestraße und dem rund 6000 Quadratmeter großen Gelände vorhat: Die Menkestraße kann städtebaulich nur gewinnen, wenn der unansehnliche Waschbeton-Klotz erst einmal verschwunden ist und Platz macht für etwas Neues.

Attraktiver Standort

Und danach sieht es nun auch aus: Der Wardenburger Unternehmer hat das Gelände Popken (zuletzt: Zoo & Co, Ringpreis) gekauft und plant auf der Fläche den Bau eines neuen Wohn- und Geschäftshauses. Das hat Bürgermeister Gerhard Böhling am Dienstag mitgeteilt und freut sich auf einen neugestalteten „attraktiven Standort im Herzen der Stadt.“ Nach langwierigen Gesprächen sei es gelungen, in der JPG-Projektentwicklungsgesellschaft aus Wardenburg einen erfahrenen Investor für die Flächen zu gewinnen, so Böhling. Er hat den Kontakt zwischen Käufer und Verkäufer mit hergestellt. Der Kaufvertrag wurde Ende vergangener Woche mit Unterstützung der GEV Jever unterzeichnet.

Details zu dem Bauvorhaben hat der Unternehmer aus dem Kreis Oldenburg bisher noch nicht verlauten lassen. Fest steht aber, dass die seit Ende 2018 komplett leerstehende Immobilie über kurz oder lang abgerissen wird und dort schon bald ein Neubau entsteht.

Die Gesellschaft will kurzfristig mit der Umsetzung. Entsprechend den Vorgaben des Bebauungsplans werden Geschäfte angesiedelt. Es gebe auch bereits erste Interessenten.

Das Haus Menkestraße 6 war Eigentum der Familie Popken aus Heidmühle. Es aber jetzt zu verkaufen, war eine „Entscheidung der Vernunft“, sagt Eduard Popken. Er sei selbst schon sehr gespannt, wie ein Neubau die Menkestraße und den Stadtkern verändern wird.


Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1947, gebaut hat es seinerzeit Hans Popken. der Vater von Eduard Popken. Er betrieb dort einen Kohlenhandel. Später wandelte sich das Geschäft zum Fachhandel für Garten-, Heimtier- und Bastelbedarf. Zweimal wurde angebaut und erweitert – zuletzt in den frühen 1970er Jahren. Damals erhielt das Gebäude auch den großen Flachdachanbau mit Waschbeton-Fassade. „Jede Zeit hat ihre Mode“, sagt Alt-Eigentümer Eduard Popken.

Einst erster Aldi-Markt

In dem Gebäude eröffnete einst der erste Aldi-Markt in Schortens, dann folgte das Kaufhaus Ring-Preis, das nach fast 30 Jahren „Laufzeit“ Mitte 2017 dichtmachte. „Zoo & Co.“ schloss Ende 2018 für immer die Türen.

Die Grundstücksfläche von 6500 Quadratmetern auf dem nun ehemaligen Popken-Areal bietet genügend Platz, um im Ortskern ein attraktives neues Wohn- und Geschäftshaus zu errichten. Das wird wohl um einiges höher als der bisherige Waschbeton-Bau. Geplant ist ein dreigeschossiger Bau von rund zwölf Metern Höhe. Das jetzige Gebäude ist keine neun Meter hoch.

Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever
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