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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Nordfrost: Jade-Weser-Port ausbauen

07.11.2018

Schortens /Wilhelmshaven Mir einem dramatischen Alarmruf hat sich am Dienstag der Inhaber des Logistik-Unternehmens Nordfrost (Schortens/Kreis Friesland), Horst Bartels, zu Wort gemeldet. Die Umschlagsentwicklung im Wilhelmshavener Containerhafen Jade-Weser-Port verlaufe inzwischen derart positiv, dass es im Jahr 2020 zu einem „wirtschaftlichen Stillstand“ kommen könne, weil die Kapazität der derzeit im Hafen zur Verfügung stehenden acht Containerbrücken nicht mehr ausreiche.

Ursache sei eine verfehlte Planung des Hafenbetreibers Eurogate, der es bislang unterlassen habe, die geplanten weiteren acht Brücken zu bestellen. Da bei den riesigen Brücken zum Containerumschlag mit einer Lieferzeit von zwei Jahren gerechnet werden müsse, zeichne sich schon jetzt ab, dass es in zwei Jahren zu einer problematischen Situation kommen werde. Schon jetzt gebe es zu Stoßzeiten gelegentliche Engpässe, weil die Umschlagsbrücken nicht kontinuierlich gleichmäßig benötigt würden.

Es sei ein Skandal, so Bartels, dass eine einzige Firma wie Eurogate die Geschicke des Hafens bestimmen könne. Schließlich gehe es um die Interessen der gesamten Region und nicht allein um den Geschäftserfolg eines auswärtigen Unternehmens, dem man es andererseits nicht vorwerfen könne, eigene wirtschaftliche Ziele zu verfolgen. Der Nordfrost-Chef verwies darauf, dass es beispielsweise in Bremerhaven drei Hafenbetreiber mit insgesamt 43 Abfertigungsbrücken gebe.

Angesichts solcher Zahlen sei es von vornherein eine Täuschung gewesen, zu behaupten, in Wilhelmshaven reichten acht Containerbrücken. Nordfrost werde dem Land Niedersachsen in absehbarer ein entsprechendes Gutachten übergeben, aus dem dringender Handlungsbedarf für die Zukunft hervorgehe.

Bartels erneuerte sein Angebot, dass Nordfrost für die fehlenden acht Brücken sorgen könne. Gleichzeitig werde sich Nordfrost „angesichts der verkorksten Situation“ allerdings auch mit anderen Häfen beschäftigen, um Nachteile für das eigene Geschäft zu vermeiden.

Aktuell gebe es im Jade-Weser-Port eine ausgesprochen positive Entwicklung. So habe sich das Tiefkühlhaus als „absoluter Kracher“ erwiesen – und das habe auch dem Frischebereich geholfen. Nordfrost beschäftige zurzeit 200 Menschen im Jade-Weser-Port – geplant seien 500 Arbeitsplätze. Der jetzige Jahresumschlag werde sich von 20 000 auf 80 000 Standard-Container im kommenden Jahr steigern.

So würden inzwischen von Nordfrost auch Kartoffeln im Container eingeführt, aber auch Holz, Blumenvasen und Frostfisch. Exportiert würde neben Fleisch und Geflügel auch Schokolade, Eiskrem und Magermilchpulver.

Jürgen Westerhoff
Redakteur
Regionalredaktion
Tel:
0441 9988 2055

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Nordfrost | Eurogate

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