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Wirtschaft Autohaus fährt auf Branterei ab

Schortens - „Die Lage hier in der Branterei ist perfekt“, sagt Timo Ostermann. Die B 210 und die Autobahn 29 liegen gleich vor der Haustür, rund 26 000 potenzielle Kunden würden dann täglich an seinem neuen Autohaus vorbeifahren. Auf dem 40 Meter großen Werbepylon, den Schortens an der Abfahrt beziehungsweise am Zubringer zur neuen B 210 errichtet, will er mit seiner großen Werbetafel natürlich ebenfalls vertreten sein. „Möglichst weit oben, damit es auch jeder sieht“, so der Geschäftsmann.

Zweiter Standort größer

Ursprünglich wollte Timo Ostermann, Inhaber des Autohaus Wangerland, seinen Betrieb an seinem langjährigen Standort am Ortseingang von Hohenkirchen erweitern. Doch die Gemeinde Wangerland stellte sich quer, der Autohändler wurde ausgebremst. „Dann eben nicht“, sagte sich Ostermann und erwarb ein gut ein Hektar großes Grundstück in den Erweiterungsflächen des Gewerbegebiets Branterei – direkt hinter dem Schnellrestaurant Burger King und der benachbarten Großtankstelle.

Der Rohbau von Burger King wächst zügig, der Boden für die Tankstelle am neuen Kreisel ist ebenfalls vorbereitet. Beide Betriebe wollen Anfang 2019 eröffnen. Ostermann plant eine Eröffnung für Mitte des Jahres unter dem Namen „Autohaus Schortens“. Rund 200 Fahrzeuge will er dort präsentieren.

Wer in Schortens von oder in Richtung neue B 210 unterwegs ist und am Gewerbegebiet vorbeifährt, der sieht reichlich Bagger, Kranwagen Radlader und Tieflader. Es werden Böden abgeschoben und Fundamente ausgehoben, Baumaterialien herangekarrt, Gewerbehallen erstellt und die Gebäude hochgezogen.

Unitron, ein ortsansässiger Fach- und Ausbildungsbetrieb für Schweißtechnik, will erweitern, ein Malerbetrieb errichtet eine Halle, gegenüber baut ein Garten- und Landschaftsbaubetrieb eine neue Betriebsstätte. Und in EMU wechselt ein Metallbauer und Edelstahlverarbeiter ebenfalls seinen Standort und zieht von Wilhelmshaven nach Schortens um.


Bislang 13 Firmen

Bislang haben 13 Betriebe Flächen in der Branterei erworben. Vier ortsansässige Un­ternehmen wollen dort erweitern, neun Unternehmen kommen von außen hinzu. In Handel, Handwerk, Dienstleistung Logistik und Produktion entstehen dort 115 zusätzliche sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze.

Timo Ostermann will seinen Standort in Hohenkirchen beibehalten, den überwiegenden Teil an Gebrauchtwagen und EU-Neufahrzeugen will der markenungebundene Händler allerdings künftig in Schortens präsentieren und seine Angebotspalette dort zugleich vergrößern. Die Fachwerkstatt soll in Hohenkirchen bleiben.

Der Schortenser Kunde kann aber sein Auto in Schortens zur Inspektion abgeben, das dann per Shuttle-Service ins Wangerland zur Werkstatt gebracht wird. Der Kunde bekommt einen Ersatzwagen mit. Sein „Autohaus Schortens“ plant Ostermann allerdings so, dass jederzeit auch in der Branterei eine Werkstatt eingerichtet werden kann. Eigenen Angaben zufolge verkauft Ostermann seine Fahrzeuge europaweit.

Von den neun Hektar Gewerbeflächen sind nur noch zehn Prozent verfügbar. Eine Erweiterung der Erweiterung ist bereits in Vorbereitung. Und auch für die gibt es schon zwei Reservierungen.

Für den großen Werbepylon sind die Arbeiten für das Fundament vergeben. Die Ausschreibung für den Turm, der die Werbetafeln aufnehmen soll, erfolgt nächste Woche. Der Pylon, der große Windlasten aushalten muss, soll 500 000 Euro kosten und Anfang 2019 stehen.

Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever
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