Frankfurt - Die Commerzbank hat im Streit um die Verkleinerung ihres Vorstands eine Niederlage erlitten. Die Abberufung der früheren Personalchefs Ulrich Sieber sei unwirksam, erklärte das Landgericht Frankfurt am Donnerstag. Der geplante Personalabbau und die Verschlankung des Vorstandes sowie die Umstrukturierung der Geschäftsfelder rechtfertigten nicht die Abberufung aus wichtigem Grund, erklärte das Gericht.
Die Commerzbank prüft, Berufung vor dem Oberlandesgericht einzulegen. (Aktenzeichen 3-05 O/14)
Sie hatte sich Ende 2013 nach langem Gezerre von zwei Vorständen getrennt. Neben Sieber war auch Jochen Klösges (dieser allerdings offenbar freiwillig) der Verkleinerung des Vorstands von neun auf sieben Mitglieder zum Opfer gefallen.
Die Commerzbank will ihre Kosten senken und dazu 5200 Stellen streichen. Ein so starker Abbau müsse sich auch bei dem Führungskräften und dem Vorstand widerspiegeln, argumentierte die Bank.
