Jever - Grenzübergreifendes unternehmerisches Denken und Handeln steht im Mittelpunkt eines zweijährigen Projekts, das jetzt an den Berufsbildenden Schulen in Jever startet. Aktuell sind rund 30 Schüler aus den Niederlanden zu Besuch, die sich vor Ort über die Bedingungen für Unternehmensansiedlungen sowie Wirtschaftsförderung informieren.

„Bei diesem ersten Treffen geht es um die Vorbereitung eines weiteren Besuchs im Mai“, sagt Detlef Reuter von der BBS, einer der Initiatoren des Projekts. Dann sollen erneut in Jever die Fragestellungen vertieft werden. Für das nächste Jahr ist dann ein Gegenbesuch der jeverschen Wirtschaftsinformatiker-Klasse beim Alpha College in Groningen und Hoogeveen geplant.

Das EU-Projekt „Cross Border Entrepreneurship“ ist Teil des Comenius-Programms, das die Zusammenarbeit schulischer Einrichtungen in Europa fördert. Drei Tage verbringen die jungen Niederländer in der Region, die Rückreise ist an diesem Freitag. Bis dahin hatten sie ein straffes Programm zu absolvieren. Rahmenbedingungen, Standortfaktoren, Fördermöglichkeiten, Vermarktungschancen – deutsch-niederländische Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede galt es herauszuarbeiten.

So wurde am ersten Tag des Aufenthalts Jevers Bürgermeister Jan Edo Albers besucht. Die Fragen der Schüler drehten sich vor allem um die Bedingungen der Ansiedlung von Unternehmen in Jever. Auch ein Gespräch mit Frank Schnieder von der Entwicklungs-Gesellschaft Jade Bay GmbH fand statt. Zudem gab es Firmenbesichtigungen bei Käseservice Poppinga in Wittmund und dem Dorf Wangerland in Hohenkirchen.

„Das Projekt ist auch eine gute Vorbereitung auf mögliche Auslandspraktika, die für die Schüler auf ihrem weiteren Lebensweg immer wichtiger werden“, sagt Detlef Reuter. Die Wirtschaft in Europa sei bereits jetzt eng miteinander verflochten, dies frühzeitig zu thematisieren sei darum unerlässlich. An diesem Freitag sollen vor der Abreise der Niederländer erste Ergebnisse gesammelt werden.