Oldenburg/Wardenburg - Bis Freitag noch lernen rund 100 Schüler der neunten Real- und der achten Hauptschulklassen, neun verschiedene Berufe im Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer Oldenburg, Schütte-Lanz-Str. 8, kennen. Jeder Schüler hat sich drei Berufe ausgewählt, in die er dann jeweils drei Tage hineinschnuppert.
Zwei Wochen lang dauert die Aktion, die Schüler können alle Fragen loswerden und – noch besser – viele Dinge ausprobieren. So zum Beispiel das Frisieren: Viele Mädchen, die diese Station ausgewählt hatten, übten sich stundenlang im Auftragen und Einmassieren von Shampoo und Spülung. So wurde das eigentlich einfache Haarewaschen zu einer kleinen Herausforderung, die aber mit den richtigen Griffen einfach zu lösen war. Zwar sagten alle am Anfang, dass sie nur einmal „reinschnuppern“ wollten und sich eigentlich nicht für den Beruf interessierten, aber das änderte sich.
„Also mir hat es sehr gut gefallen. Am Anfang dachte ich, man schneidet nur Haare, aber man hat noch so viele hilfreiche Dinge kennengelernt“, erzählt Louisa Friedrich. Zum Beispiel, dass eine Friseurin nicht nur Haare schneiden muss, sondern auch Nageldesign und Make-up lernt. „Ich habe schon überlegt, ein Praktikum anzufangen. Die Leute bei der Friseurschule waren auch sehr nett und haben uns ausreichend viel Informationen und Programm geboten“, erzählt die Südmoslesfehnerin.
Die Jugendlichen, die im Bereich der Kaufmännischen Ausbildung sind, sitzen alle an ihrem eigenem Computer und dürfen sich eigene Firmenlogos ausdenken und dann das passende Briefpapier mit Firmenlogo und Fußzeile machen. Unter anderem lernen sie auch, wie Kassenabrechnungen gemacht werden und was dort alles zusammen gerechnet werden muss. „Mir gefällt es hier, man lernt viel über Büroarbeiten und Ähnliches, aber ich denke so etwas möchte ich später nicht machen“, sagt Michelle Müller.
Eine Halle weiter lernen die „Maler und Lackierer“, genau und sauber zu malen. Weitere Berufsangebote sind Zimmerei, Elektriker, Metallverarbeitung, Holzverarbeitung, Floristik und Raumausstatter. Auch wenn nicht jeder seinen Traumberuf entdeckt, so helfen die Berufsinformationstage doch bei der Entscheidung, was die Schüler später machen wollen.
