Altona - Es war nicht etwa der Sturm im Wasserglas am Sonntagnachmittag auf Gut Altona, sondern eine ein-stimmige Entscheidung, die die Weichen des Schützenvereins Altona für die Zukunft stellen sollen. Seit der mehr-stündigen Jahreshauptversammlung ist der SV Altona nun ein Spartenverein.

Mit der Umstrukturierung will der Vorstand um Vorsitzenden Hans Mayer den nach Meinung des Vereins ausufernden Sonderzahlungen an Verbände (vor allem den Nordwestdeutschen Schützenbund für das Landesleistungsschießzentrum in Bassum) begegnen. Ein Thema, dass derzeit in vielen Vereinen für Wirbel sorgt.

Das Modell Altona sieht so aus: Künftig umfasst der Verein eine Schießsportgruppe (SSG) und eine Sparte Traditionsschießen. Daraus ergibt sich eine Reduzierung bei den Verbandsbeiträgen.

Beim Delegiertentag des NWDSB habe es keine genaue Auskunft über die Finanzlage gegeben, so Mayer, auch nicht über den Finanzrahmen bis zur Fertigstellung. Derzeit gibt es einen Baustopp und gesperrte Finanzmittel, die nur durch ein Privatdarlehen über 250 000 Euro verzinst mit vier Prozent freigegeben werden können. „Doch für diese Summe und Zinsen gibt es keine Garantien“, so Mayer.

„Unser Verein muss für die Finanzierung des LLZ in den nächsten drei Jahren je Mitglied drei Euro zahlen. Dazu kommt die NWDSB-Beitragserhöhung von nochmals je einen Euro pro Mitglied.“

Der Vorsitzende stellte sodann sein Spartenvereinsmodell vor. In der Sparte Traditionsschießen (Passive, Gewehr und Pistole) sind alle Schützen zusammengefasst, die nur am Traditionsschießen und an keinen Wettkämpfen oder Meisterschaften nach der Sportordnung des DSB teilnehmen.


In der Sparte Sportschießen sind alle Sportschützen organisiert. Der Verein bleibt weiter Mitglied im Kreissportbund und LSB sowie Deutschen Sportbund. Mit der Schießsportgruppe ist Altona Mitglied im OSB und den nachgelagerten Verbänden.

Das hat Auswirkungen auf den Vorstand. Geschäftsführend bleibt der engere Vorstand mit 1. und 2. Vorsitzenden, jeweils ersten Kassenwart, Schriftführer und Schießwart. Die beiden Sparten Traditionsschießen und Sportschießgruppe haben eigene Vorstände. Entsprechend wurde die Änderung der Satzung in der Sitzung beschlossen.