Elsfleth - „Wir müssen neue Wege bestreiten“ – diese Strategie hat sich der Elsflether Schützenverein, gegründet im Jahr 1864, auf seine Fahnen geschrieben. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung diskutierten am Sonnabend rund 50 Mitglieder drei Stunden lang über die Zukunft ihres Vereins.

Die künftige Ausrichtung des Schützenfestes und die Stärkung des schießsportlichen Sektors: Das sind Themen, die den Schützen unter den Nägeln brennen. „Wir wollen die Aktivitäten im Bereich Schießsport stärken und vermehrt an Turnieren und Wettbewerben teilnehmen“, ließ Vereinsvorsitzender Heinrich Gilster wissen. Das größte Sorgenkind des Schützenvereins ist jedoch das alljährliche Schützenfest an der Elsflether Kaje, das seit Jahren kein Publikumsmagnet mehr ist. Die Meinung zahlreicher Vereinsmitglieder: In der Zeit des Schützenfestes gibt es zu viele Veranstaltungen aller Art in Elsfleth. Heinrich Gilster: „Trotz des 150-jährigen Bestehens des Vereins in diesem Jahr war das Fest nicht so besucht, wie wir es uns gewünscht hätten. Das war in den Jahren zuvor nicht anders. Diese finanzielle Belastung der Vereinskasse kann vom Vorstand nicht mehr verantwortet werden.“

Die Versammlungsteilnehmer votierten einstimmig für die Gründung eines Gremiums, das Vorschläge für eine Neugestaltung des Schützenfestes erarbeiten soll. Die Vorschläge werden dem Vorstand unterbreitet.