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Austausch Schuluniform ist Pflicht im Paradies

Henrike Feldema

Barßel/Bermudas - Der Abschied von meiner Familie am Hamburger Flughafen fiel mir schwer. Doch dann ging Ende August endlich meine spannende Reise wirklich los. Über London führte der Flug nach Bermuda. Am Flughafen wurde ich von meiner Gastmutter, dem Rotary-Präsidenten sowie dem Rotary-Counselor abgeholt. Sie haben mich wirklich herzlich begrüßt.

Meine erste Familie besteht aus meiner Gastmutter und meiner Gastoma. Die Tochter von meiner Gastmutter ist zurzeit im Rahmen des Rotary-Austausches in Venezuela. Meine Gastmutter ist wirklich lieb und kümmert sich gut um mich.

Mir fiel das Einschlafen am ersten Abend leicht, obwohl es hier Frösche gibt, die Geräusche machen, als würde jemand an einer verrosteten Kurbel drehen. In den nächsten Tagen waren wir unterwegs und mir wurden verschiedene Seiten der Insel gezeigt. Ich war auf einem der Leuchttürme, von dort hatte man eine super Aussicht. Außerdem war ich in den Kristallhöhlen und in den verschiedenen „Städten“, davon mag ich Dockyard am liebsten. Ich war auch auf einem Straßenfest in der Hauptstadt Hamilton. Auf dem Fest gibt es die traditionellen Gombeys. Das sind bunt kostümierte Menschen, die auf der Straße tanzen. Diese Tradition gibt es, seitdem die Sklaven von Afrika und der Karibik hierher gebracht wurden.

„Miss Germany“

Durch ein Familien-Barbecue habe ich schon viele Mitglieder meiner neuen Familie kennengelernt. Die meisten konnten meinen Namen nicht aussprechen, deswegen wurde ich von einigen als „Miss Germany“ bezeichnet.

Meine Familie und die Nachbarschaft besteht meist nur aus dunkelhäutigen Menschen und deswegen falle ich sehr auf. Ein paar Mal bin ich alleine zum Strand gefahren, daraufhin wurde bei meiner Gastmutter angerufen, ob ich diejenige auf dem Fahrrad gewesen wäre, denn niemand konnte mich zuordnen.

Manchmal wurde auch dreimal täglich angerufen, einfach nur um zu sagen dass man mich auf dem Fahrrad gesehen hat. Das zeigt, wie freundlich hier alle sind. Alle kümmern sich um mich und fragen, wie es geht. Diese Freundlichkeit und Herzlichkeit bewundere ich wirklich.


Hurricane überstanden

Meine Schule fing am 7. September an. Seitdem hatte ich auch nicht mehr viel Zeit, denn ich bin in dem IB-Program. Das ist bei uns wie die Oberstufe. Jeden Tag müssen wir Schulkleidung tragen. Die Schulzeiten erstrecken sich von 8.20 bis 15.30 Uhr. Meine Gastmutter bringt mich immer zur Schule, kann mich aber immer erst um 16.30 Uhr abholen. Deswegen habe ich mir ein paar Nachmittagsaktivitäten gesucht: Segeln, Fotografie und Sport.

Meinen ersten Hurricane habe ich auch schon hinter mir. Der Hurricane Joaquin zog zwar nicht direkt über uns, ist aber am 4. Oktober ganz nah an den Bermudas vorbei gezogen. Da wir das schon am Freitag davor wussten, wurden erst einmal ein paar Vorbereitungen getroffen. Die Fenster wurden mit Holzbrettern verriegelt, alle Taschenlampen wurden kontrolliert und es wurde kontrolliert, dass sie funktionieren. Wasser wurde ins Haus gebracht. Obwohl so gut wie alle Fenster geschlossen waren, konnte man den Wind im Haus merken. Die Schulen hatten auch geschlossen. Letztendlich hatten 7000 Häuser keinen Strom. Es ging aber alles glimpflich aus.

Mittlerweile habe ich mich auch wirklich gut eingelebt und komme gut klar. Da ich immer alles erfragen musste, bin ich dadurch auch offener und selbstsicherer geworden.

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