SCHWEEWARDEN - Das Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg wird das Genehmigungsverfahren für die Erweiterung der Jarosit-Deponie Galing in den nächsten 14 Tagen abschließen. Dann geht der Planfeststellungsbeschluss heraus, sagt Abteilungsleiter Walter Kulisch.
Zentraler Punkt ist der Schutz der benachbarten landwirtschaftlichen Flächen vor Emissionen aus der Deponie. Deshalb wird die Xstrata-Zink GmbH, die die Deponie betreibt, die Deponie auf eigenen Vorschlag in Abschnitten von jeweils einem Hektar verfüllen. Die Deponie misst 13,8 Hektar, also wird sie in 14 Abschnitten verfüllt. Diese Abschnitte lassen sich besser durch Abdeckungen gegen Verwehungen und andere Emissionen schützen als größere Flächen.
Bis 2021 wird Xstrata weitere 670 000 Tonnen des Reststoffes Jarofix hier verbauen und die Deponie auf 17,65 Meter erhöhen.
Wie viel Blei und Cadmium dennoch auf die benachbarten Weiden gerät, wird auf Kosten von Xstrata regelmäßig überprüft. Wie Walter Kulisch erläutert, wird der Staubniederschlag monatsweise ausgewertet. Aus zwölf Monatswerten wird ein Jahresmittelwert gebildet, der nicht höher sein darf als der Grenzwert, der ebenfalls ein Jahresmittelwert ist. „Blei und Cadmium wirken hier nicht akut toxisch, sondern sie akkumulieren sich“, erläutert Kulisch, warum der Jahresmittelwert die Bezugsgröße ist.
Gemessen werden auch die Staubkonzentration in der Atemluft und die Belastung mit Feinstaub. Festgehalten wird zudem der Grasaufwuchs auf den Flächen – gemessen wird zu Beginn und zum Ende der Vegetationszeit.
Alle Werte werden in bis zu einem Kilometer Umkreis um die Deponie erhoben. Aus diesem Gebiet kamen die meisten der 30 Einwendungen.
Einwender, die mit dem Planfeststellungsbeschluss nicht einverstanden sind, können dagegen klagen.
