SCHWEI - SCHWEI - Einen Überblick seiner Tätigkeiten in der Milchleistungsprüfung sowie über die einzelnen Qualitätsergebnisse lieferte der Milchkontrollverein Schweierzoll bei der Jahreshauptversammlung im „Schweier Krug“ am Donnerstagabend. Ein Jahr mit vielen Umbrüchen liege hinter den Landwirten, stellte der Vorsitzende Fritz-Harald Strodthoff-Schneider bei der Begrüßung fest. Im zurückliegenden Jahr war eine Steigerung der Milchleistung um 31 Kilogramm auf durchschnittlich 7591 Kilogramm Milch je Kuh (2003: 7560 Kilogramm) zu verzeichnen. Die durchschnittliche Milchleistung erbrachten 2875 Kühe, neun mehr als ein Jahr zuvor. Mit knapp 50 Teilnehmern war die Veranstaltung gut besucht.
Ein Vergleich mit anderen Regionen des Landeskontrollverbandes (LKV) Weser-Ems sowie mit Verbänden in den neuen Bundesländern zeigte, dass die Milchviehalter des Kontrollvereins Schweierzoll hervorragende Arbeit leisten. „Alle Betriebe haben hohe konstante Eiweißwerte“, stellte dann auch Oberleistungsprüfer Ewald Cramer fest.
Bei der Jahresübersicht stachen gleichfalls die guten Ergebnisse hervor. Laut Geschäftsführer Alfred Kreye liegt die durchschnittliche Kuhzahl je Betrieb mit derzeit 62,5 um rund 1,5 Prozent über dem Wert des Kontrolljahres 2002/2003. Die Zahl der Milchleistungsbetriebe blieb mit 46 (Vorjahr: 47) nahezu konstant. Um lediglich 0,05 Prozent auf jetzt 4,18 Prozent ist der Fettgehalt gesunken. Der durchschnittliche Fettanteil beträgt 317 Kilogramm (2003: 320 Kilogramm). Die durchschnittlichen Eiweißwerte: 3,37 Prozent (2003: 3,33 Prozent); 256 Kilogramm (2003: 252 Kilogramm); Fett und Eiweiß: 573 Kilogramm (2003: 572 Kilogramm).
Turnusmäßig schied Vorstandsmitglied Reiner Hülstede aus. Er wurde einstimmig wiedergewählt. Neuer Rechnungsprüfer für den ausgeschiedenen Udo von Deetzen ist Klaus Padeken.
Beim Bericht des Landeskontrollverbandes (LKV) Weser-Ems stand die Zahl der 314 244 Kühe im Vordergrund, 3424 Tiere mehr als noch vor einem Jahr. Rückläufig ist indes die Zahl der Betriebe um 178 auf derzeit 6750. Die durchschnittliche Zahl der Kühe erhöhte sich um 1,7 Prozent auf 46,6 Stück Vieh. Mit durchschnittlich 7998 Kilogramm Milch je Kuh lag das Ergebnis 40 Kilogramm über dem Vorjahr. Als Vermittler zwischen den gesetzlichen Mindestanforderungen an die Milchqualität und den Interessen der Molkereibetriebe und Züchtervereinigungen bietet der LKV Milchleistungsprüfungen und Qualitätsfeststellungen an.
Mit Interesse verfolgten die Teilnehmer den abschließenden Vortrag von Henning Syrbe, Weser-Ems-Union. Der Agraringenieur teilte mit, dass die Weser-Ems-Union 21 666 Tiere im Jahre 2004 vermarktet hat. Der Umsatz betrug laut Syrbe fast 15 Millionen Euro.
