SCHWEI - 500 000 Euro wurden bereits in die Sanierung der Produktionshallen investiert. Sie werden seit acht Jahren nicht mehr genutzt.
von rolf Bultmann
SCHWEI - 100 000 Euro würde die Pargmann Handel KG für die Verbreiterung der Olympiastraße um einen Meter auf dem knapp einen Kilometer langen Streckenabschnitt von der Einmündung in die Bundesstraße 437 bis zu den Produktionshallen in Schwei-West zur Verfügung stellen. Das gab Geschäftsführer und Eigentümer Klaus Pargmann aus Rastede gestern während eines Informationsbesuchs von SPD-Kommunalpolitikern in den seit acht Jahren leer stehenden Hallen bekannt.Die Verbreiterung der Gemeindestraße hält Klaus Pargmann für erforderlich, um die Chancen zu verbessern, einen oder mehrere neue Nutzer für die drei Industriehallen mit einer Gesamtfläche von 4700 Quadratmetern zu finden. Zwei Hallen, die ehemals von den Wilhelmshavener Olympia-Schreibmaschinenwerken genutzt wurden, hatte Klaus Pargmann 1983 erworben. Die dritte Halle ließ er 1985 für 1,8 Millionen Mark errichten, als die in Brake ansässige Siemens Bordnetze GmbH die Hallen nutzte. Zeitweise waren dort über 500 Mitarbeiter beschäftigt.
Nach dem Auszug des letzten Nutzers vor acht Jahren habe er rund 500 000 Euro in die Sanierung der beheizbaren Hallen investiert. Die erhielten neue staubfreie Epoxidharzfußböden und Isolierverglasung. Er sei bereit, weitere auf den jeweiligen Nutzer zugeschnittene Investitionen vorzunehmen, machte Klaus Pargmann gestern deutlich. Das gelte auch für die Gestaltung des rund 15 000 Quadratmeter großen Areals in Schwei-West.
Der Geschäftsführer der Pargmann Handel KG, die in der Region rund 42 000 Quadratmeter Produktions- und Lagerflächen unter Dach besitzt, wies zudem darauf hin, dass die Hallen auch in kleinere Einheiten, mindestens jedoch rund 500 Quadratmeter, geteilt und genutzt werden können.
Neben der zu schmalen Zufahrtsstraße sei der Moorboden aber ein zweites Problem. So sei die Gemeindestraße auf maximal 27 Tonnen, derzeit sogar auf 22 Tonnen, und die Bodenbelastung in den Hallen auf 1000 Kilogramm je Quadratmeter begrenzt, so Klaus Pargmann. Eine Nutzung für die Schwerindustrie sei daher nicht möglich.
Den sehr gepflegten Zustand der Hallen, die auch über Sozial- und Sanitärräume verfügen, lobten gestern der SPD-Kreistagsabgeordnete Karl-Heinz Brüning, der das Treffen initiierte, und SPD-Kreistagsfraktionschef Kurt Winterboer sowie die beiden Schweier SPD-Gemeinderatsmitglieder Helmut Rohde und Jan Kathmann.
„Wir müssen überparteilich die Ärmel hochkrempeln sowie in Hannover, Berlin und Brüssel die Zuschussmöglichkeiten ausloten, um diese Chance nutzen zu können, neue Arbeitsplätze zu schaffen“, sagte Karl-Heinz Brüning. Die Nähe zum Jade-Weser-Port und zur geplanten Küstenautobahn werde auch die Attraktivität des Standorts erheblich verbessern.
Karl-Heinz Brüning übergab Kurt Winterboer einen Antrag an die Wirtschaftsförderung GmbH Wesermarsch, die sich an der Suche nach einen Nutzer beteiligen soll.
