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Landvolkverein „Beste Lösung für alle anstreben“

SCHWEIERAUSSENDEICH - Vielleicht habe man sich bislang zu sehr auf den Wegebau konzentriert, sagte Cord Diekmann. Leute, die nachträglich zugezogen seien, würden sich daran stören. Das sei ihr gutes Recht, aber die landwirtschaftliche Strukturverbesserung stehe nun einmal im Vordergrund. Ziel müsse es nun sein, das Flurbereinigungsverfahren Schwei einvernehmlich zu begleiten, weg von einer Konfrontationshaltung.

Der Landvolkverein Schwei hat am Montag seine Kandidaten für die Vorstandswahl der Teilnehmergemeinschaft in Schweieraußendeich vorgestellt. Es gibt neun Kandidaten für den Vorstand und neun Vertreter (die

NWZ

  berichtete). Die Wahl findet am 31. März in der Markthalle Rodenkirchen statt. Erst danach kann die eigentliche Planung beginnen.

Jede Menge Zündstoff hat es bereits im Vorfeld gegeben. Es mache keinen Sinn, dass die eine Gruppe der anderen Egoismus vorwerfe, sagte Cord Diekmann, der für den Landvolkverein als Ersatzdelegierter kandidiert. Feindschaften mit unangenehmen persönlichen Angriffen sollten vermieden werden. Eine konstruktive Zusammenarbeit auch mit der „Opposition“ schließe er nicht aus. Für das gemeinsame Ganze sollte die beste Lösung gefunden werden.

Flächen zusammenlegen

Auf die Bedeutung des Flurbereinigungsverfahrens wiesen Otto-Hermann Witting, Vorsitzender des Landvolkvereins Schwei, sowie Burchard Wulff, Verbandsvorsteher der Stadlander Sielacht und wie Witting ebenfalls Kandidat, hin. Die Flurbereinigung soll nach den Worten von Burchard Wulff die Produktions- und Arbeitsbedingungen in der Land- und Forstwirtschaft durch Blockbildung oder Zusammenlegung der jetzigen Streifenstücke verbessern. Ziel sei eine Kostenersparnis bei der Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen. Bereits in den 70er-Jahren sei ein Verfahren angedacht, jedoch kaputt geredet worden. Die Zuschüsse hätten damals 90 Prozent betragen.

Die finanziellen Mittel – es handelt sich um rund zehn Millionen Euro – gibt es nach Auskunft von Burchard Wulff vorrangig für das Straßen- und Wegenetz. Fast alle Gemeindestraßen würden saniert. 75 Prozent der Kosten würden das Land, der Bund und die EU aufbringen. 15 Prozent steuert nach seinen Worten die Gemeinde Standland bei. Der Eigenanteil der rund 400 Landeigentümer für den Straßen- und Wegebau liegt bei 10 Prozent. „Wenn gemeindeeigene Straßen ohne eine Flurbereinigung ausgebaut oder erneuert würden, müssten Anleger bis zu 75 Prozent der Kosten tragen“, merkte Burchard Wulff an. Auch der Fremdenverkehr soll gefördert werden.

„Ausreichend informiert“

Das Argument, nicht ausreichend informiert zu haben, wollte Otto-Hermann Witting nicht gelten lassen. Es hätten auch zahlreiche Informationsveranstaltungen und Sitzungen der Arbeitskreise stattgefunden.


Bei der Jahreshauptversammlung des Landvolkvereins am vergangenen Mittwoch hatte Manfred Ostendorf, Geschäftsführer des Kreislandvolkverbands Wesermarsch, darauf hingewiesen, dass der zu wählende Vorstand den Wege- und Gewässerplan erstellen würde. Die Planung obliege dem Vorstand und der Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften (GLL) in Oldenburg. Für alles, was den Flächentausch betreffe, sei ausschließlich die GLL zuständig.

Ulrich Schlüter
Ulrich Schlüter Redaktion Brake
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