Ganderkesee/Dötlingen - Mehr Transparenz in der Tierhaltung: Das ist das Ziel der Aktion „EinSichten in die Tierhaltung“, die vom Verein „information.medien.agrar“ umgesetzt und vom Kreislandvolkverband Oldenburg unterstützt wird. „Wir müssen etwas dafür tun, damit unsere Akzeptanz in der Gesellschaft erhalten bleibt“, sagt Uwe Abel, Landwirt aus Dötlingen – und besser bekannt als „sanfter Schweinebauer“ aus der TV-Sendung „Bauer sucht Frau“. Auch die Familie Arnd Schwarting aus Ganderkesee nimmt an der Aktion teil.
„Es kommen viele Spaziergänger und Kohlfahrten an unserem Stall vorbei. Wir wurden schon oft gefragt, wie denn die Ställe von innen aussehen“, berichtet Kathleen Kalinke-Schwarting. Sie hat sich deshalb um die Umsetzung der Aktion auf dem Familien-Betrieb gekümmert.
Was genau unternehmen die Landwirte? Kathleen Kalinke-Schwarting hat am Sauenstall Poster und Flyer angebracht, die über die Haltung aufklären. Ferner ist ein Podest für einen anderen Stall geplant. Uwe Abel, der einen Schweinmastbetrieb bewirtschaftet, hat sich derweil dazu entschieden, Fenster in seinen Stall einzubauen: „Aufgrund von ohnehin laufenden Umbaumaßnahmen auf dem Hof in Grad war es nicht mit viel mehr Aufwand verbunden, die Fenster einzubauen.“
Durch Stallfenster in Verbindung mit Info-Plakaten und Flyern würden Besucher und Anwohner gezielt über die Haltung und das Wohlbefinden der Tiere in den Ställen informiert. Zusätzlich könnten auch Führungen durch die Ställe angeboten werden. Mitbürger und Verbraucher sollen die Möglichkeit haben, die derzeitige Tierhaltung authentisch zu erfahren und sich ein Bild von den Ansprüchen und der Leistungsfähigkeit zu machen, heißt es auf der Internetseite der Aktion.
Und was steckt hinter dieser Aktion? Verbraucher hätten kaum noch eine Vorstellung davon, wie die Lebensmittel produziert werden, die sie täglich in den Supermarkt-Regalen finden. Deshalb werde teilweise Kritik an den Erzeugungsprozessen laut. Besonders die Fleischerzeugung stehe dabei im Fokus.
