Sechs Apotheken
ausgelost
Sechs Apotheken
im Ammerland sind ausgelost worden, die Verteilung des Impfstoffes zu übernehmen. Dies sind die Ammerland-Apotheke (Westerstede), die Sonnen-Apotheke (Apen), die Alte Apotheke (Wiefelstede), die Park-Apotheke (Rastede), die Rats-Apotheke (Bad Zwischenahn) und die Nikolai-Apotheke (Edewecht). Das teilt das Niedersächsische Gesundheitsministerium mit.Die Patienten
können den Impfstoff nicht in der Apotheke bekommen oder kaufen.Wer sich impfen lassen
möchte, sollte sich an seinen Hausarzt wenden. Die Praxisgebühr fällt für den Patienten nicht an.Mehr Infos unter www.grippeschutz.
niedersachsen.de
Wie auch bei der Impfung gegen die saisonale Grippe braucht der Patient nicht in die Apotheke zu kommen. Er muss einfach nur seinen Arzt aufsuchen.
Von Frank Jacob
Edewecht Mittwochnachmittag, 16 Uhr: In der Edewechter Nikolai-Apotheke trifft die erste Lieferung des Impfstoffes „Pandemrix“ gegen die sogenannte Schweinegrippe ein. Die dunkelblauen Kisten des Großhändlers, die ein bisschen wie kleine Einkaufskörbe aussehen, werden umgehend zu einem Kühlschrank im hinteren Teil der Apotheke gebracht. Hier werden die Impfdosen aufbewahrt. Denn: „Die Kühlkette darf nicht unterbrochen werden“, sagt die Leiterin der Nikolai-Apotheke, Maria Bründermann.
Die Nikolai-Apotheke in Edewecht ist eine von sechs Apotheken im Ammerland, bei denen die Ärzte den Pandemie-Impfstoff abrufen können (siehe Kasten rechts). Im Behördenjargon nennt sich dies dann Pandemie-Impfstoff-Bezugsapotheke, kurz: Piba. Davon gibt es in Niedersachsen rund 400. Sie waren zuvor ausgelost worden.
Immer mehr Nachfragen
„Die Nachfragen von Patienten nach dem Impfstoff haben in den vergangenen Tagen immer stärker zugenommen“, berichtet Maria Bründermann und fügt hinzu: „Auch von den Ärzten liegen inzwischen viele Vorbestellungen vor.“ Gefragt werde aber auch, ob die Impfung sinnvoll sei oder nicht.
Hier gilt die Aussage des Bundesgesundheitsministeriums, dass schwere Krankheitsverläufe vor allem bei Menschen mit Vorerkrankungen zu beobachten seien (unter anderem Diabetes, chronische Krankheiten der Atemwege oder chronische Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten). Menschen, die hiervon betroffen sind, sollten sich impfen lassen. Dies gilt ferner für Beschäftigte im medizinischen und pflegerischen Bereich sowie für jüngere Personen.
„Ich werde mich impfen lassen“, sagt Apothekerin Maria Bründermann und fügt an: „Auch meinen Mitarbeitern habe ich die Schutzimpfung empfohlen.“ Als problematisch erweise sich die schnelle Verbreitung der Schweinegrippe. Allein um die Übertragungswege zu unterbinden, sei die Impfung sehr sinnvoll.
Genug Impfstoff
Wie auch bei der saisonalen Grippeimpfung braucht der Patient nicht in die Apotheke kommen, sondern er geht zu seinem Arzt, informiert Maria Bründermann. Wie alle anderen Apotheken auch, hat sie zunächst das Starter-Kit mit 500 Dosen des Impfstoffes vom Hersteller GlaxoSmithKline sowie der benötigten Menge an Spritzen und Kannülen erhalten. Nachbestellungen seien aber problemlos möglich. „Es gibt genügend Impfstoff für alle Impfwilligen“, sagt die Edewechter Apothekerin.
Empfohlen werden Kindern im Alter von sechs Monaten bis neun Jahren zwei halbe Erwachsenendosen im Mindestabstand von drei Wochen, Personen von zehn bis 60 Jahren eine ganze Erwachsenendosis sowie Erwachsenen über 60 Jahre zwei ganze Erwachsenendosen im Mindestabstand von drei Wochen.
Schwangeren wird geraten, sich zunächst mit ihrem Arzt abzusprechen.
