Damme - Angesichts der Diskussionen über Tierwohl in Ställen und steigender Umweltauflagen fordern die Schweinehalter mehr Geld und mehr Anerkennung. „Wenn ich als Gesellschaft immer höhere Anforderungen für das Tierwohl, an die Betriebsstruktur und an die Umwelt stelle, dann brauchen wir auch eine Übereinkunft, wie die Gesellschaft dies finanzieren will“, sagte der Vorsitzende der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN/Damme), Heinrich Dierkes, bei der Mitgliederversammlung am Dienstag in Münster.

Auch wenn die Schlachtpreise seit dem Sommer wieder angezogen haben, schauen die Halter mit Verunsicherung in die Zukunft. Sorgen macht etwa ein Urteil, wonach die Sauenhaltung bei vielen Ferkelerzeugern gegen Tierschutzrecht verstößt. Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte kürzlich ein Urteil, wonach die Kastenstände, in denen trächtige oder säugende Zuchtsauen eingezwängt sind, zu wenig Platz bieten. „Es sagt ihnen aber keiner, wie die Ställe aussehen müssen, dass sie rechtskonform sind“, klagt ISN-Geschäftsführer Torsten Staack.