Essen - Der Essener Versorger RWE muss sich wegen der abgestürzten Preise an der Strombörse für Jahre auf deutlich weniger Gewinn einstellen. Wichtige Aktionärsvertreter hat das Unternehmen dabei trotz des gefallenen Aktienkurses und der Dividendenkürzungspläne an seiner Seite. Auf der Hauptversammlung in Essen gab es am Mittwoch jedenfalls Unterstützung für Firmenchef Peter Terium.
Eine bittere Pille für die Aktionäre: Der RWE-Vorstand will die Dividende für 2013 auf einen Euro halbieren.
Nach Milliardennettoverlusten 2013 erwarte RWE mit seinen rund 66 000 Mitarbeitern 2014 erneut niedrigere Gewinne im operativen Geschäft, sagte Terium vor den Aktionären. Nach 2014 würden sich die Ergebnisse voraussichtlich auf einem niedrigeren Niveau stabilisieren. „Wir richten uns auf diese neue Normalität ein.“
RWE wolle sich künftig stärker auf seine Stromnetze, den Energiehandel, den Vertrieb und die Erneuerbaren Energien konzentrieren, sagte Terium. Außerdem will das Unternehmen künftig stärker als Energiemanager Geld verdienen – zum Beispiel mit Steuergeräten für Licht und Heizung in Wohnungen unter dem Stichwort Smart Home oder mit Angeboten zur Optimierung des Verbrauchs für mittelständische Firmen.
