Hude - „Es lässt sich einfach nicht rechnen. Jeden Monat legen wir 2000 Euro drauf, und das ist nicht übertrieben“, sagt der Geschäftsführer der Wohnpark Hude-Bookholzberg gemeinnützige Trägergesellschaft mbH, Günter Bartels. Die Rede ist vom kleinen Schwimmbad, das im Seniorenzentrum am Sonnentau in Hude betrieben wird.
Zurzeit wird gerechnet
„Zurzeit rechnen wir noch“, sagt Bartels. Innerhalb der nächsten zwei Monate werde die Entscheidung fallen, ob das Bad weiterbetrieben oder geschlossen werde.
Eine Schließung würde vor allem die Nutzer hart treffen. Das sind laut Bartels unter anderem drei Vereine, darunter der TV Hude und die Rehasport-Gruppe Hude sowie ein Oldenburger Verein. Und es gibt auch private Anbieter, die das Schwimmbad für Kurse nutzen. Um die sechs Stunden am Tag sei das Bad in der Woche belegt, so Bartels
Ursprünglich sei das Bad als besonderes Angebot für die Bewohner des Seniorenzentrums vor knapp 19 Jahren gebaut worden. Es ist laut Bartels rund 40 Quadratmeter groß, hat eine Wassertiefe von 1,29 Meter, und das Wasser wird auf 30 Grad erhitzt.
Als das Seniorenzentrum seinen Betrieb aufnahm, gingen ältere Menschen noch viel früher ins Pflegeheim, waren noch mobil. Doch heute kommen sie in der Regel erst in die Pflegeeinrichtung, wenn sie schon stark eingeschränkt sind. So wird das Bad laut Bartels von den Bewohnern nicht mehr genutzt.
Das Bad wurde in den vergangenen Jahren Drittnutzern zur Verfügung gestellt. Einnahmen wurden durch Nutzungsgebühren erzielt. Diese Gebühren wurden auch schon mal angehoben. Allerdings reiche das nicht aus, so Bartels. Er spricht von monatlichen Betriebskosten die um die 5000 Euro liegen. Und jetzt stehe auch wieder eine größere Investition an. Die Filtergehäuse müssten ausgetauscht werden.
Umbau zur Tagespflege
Als Kaufmann müsse er feststellen, dass sich der Betrieb des Bades nicht mehr lohne, sagt der Geschäftsführer des Pflegezentrums. Er könne sich vorstellen, diesen Gebäudeteil nach Auflösung des Bades vielleicht für die Tagespflege umzubauen.
Für die Nutzer von außerhalb ein herber Schlag, denn im Huder Hallenbad dürften sie kaum noch Platz finden für ihre Angebote. „Wir können nicht die Aufgaben der Gemeinde übernehmen“, sagte dazu Günter Bartels.
