SEDELSBERG - Alfred heißt der jüngste Ankömmling im Sedelsberger Tierheim. Seit einigen Tagen hat der kleine Mischling in der Einrichtung des Friesoyther Tierschutzvereins ein neues Zuhause gefunden. Wie Tierheim-Mitarbeiterin Sigrid Kleen mitteilt, ist der Hund seit dem 29. Dezember in ihrer Obhut. Doch lässt er sie nicht an sich heran, Alfred ist fixiert auf Männer. Deshalb kümmert sich Hausmeister Gerd von Quennaudon um ihn. „Wahrscheinlich war seine Bezugsperson früher auch ein Mann“, meint Kleen.

Neben Alfred leben noch zehn weitere Hunde im Tierheim, 45 Katzen kommen hinzu. Nur wenige Katzen konnten in den vergangenen Wochen vermittelt werden. Deshalb ist das Tierheim weiterhin komplett ausgelastet. Zum Jahreswechsel hat sich das Platzproblem noch einmal zugespitzt. Kleen erklärt: „Wenn an Silvester und den Tagen davor und danach geböllert wird, dann bekommen viele Hunde Angst und rennen weg.“ In zahlreichen Fällen sei das auch in Friesoythe und Umgebung so passiert. Mehrere herrenlose und verängstigte Hunde wurden aufgelesen und ins Tierheim gebracht. Doch die meisten wurden bereits wieder abgeholt. „Vermisst werden aber trotzdem noch Hunde, die hier nicht angekommen sind“, sagt Kleen, die Hundebesitzern ans Herz legt, die Tiere an Silvester nicht unbeaufsichtigt laufen zu lassen. „Manche Hunde bekommen so viel Angst, dass sie sich verstecken und tagelang ihr Versteck nicht verlassen.“ Andere liefen in ihrer Panik einfach los und stoppten erst, wenn sie schon zu weit weg von ihrem zu Hause seien und dann nicht wieder zurückfänden. Kleen: „Die Hunde, die das laute Geböller nicht abkönnen, müssen an diesen Tagen unbedingt an der Leine ausgeführt werden.“

Alfred war schon vor Weihnachten weggelaufen und dann in der vergangenen Woche nach Sedelsberg gebracht worden. Kleen hofft, dass ihm nicht das gleiche Schicksal droht wie etwa der Hündin Cinja. Der Thai-Ridgeback-Mischling lebt bereits seit eineinhalb Jahren im Tierheim.