SEEFELD - SEEFELD/BEA - Mit einem großen Festakt in der Gaststätte „Seefelder Schaart“ endeten gestern die dreitägigen Feierlichkeiten anlässlich des 125-jährigen Bestehens des Seefelder Turnvereins (STV). Anwesend waren Vertreter aus Politik, Verwaltung und Vereinen sowie der STV-Ehrenvorsitzende Hugo Ahlhorn und die Ehrenmitglieder Berta Rennies, Theodor Marquard, Adolf Coldewey und Bernhard Hinrichs.

In ihrer Ansprache wies Vorsitzende Heike Hommers auf den Wechsel der Vereinsführung vor fünf Monaten hin und verglich den Verein mit einem neuen Auto, welches perfekt laufen solle. Die vier Räder – der Vorstand bestehend aus der Vorsitzenden, dem Stellvertreter Rolf Gerdes, der Kassenwartin Stefanie Lahrmann und der Schriftführerin Jana Behrens – seien wichtig für die Funktionalität, ebenso wie das Motoröl, die Spartenleiter. „Wir haben ein tolles Team, und ich bin stolz auf die gute Zusammenarbeit“, erklärte Heike Hommers, die sich bei allen Mitwirkenden und Helfern des Jubiläumsfestes bedankte. Sie hob Hugo Ahlhorn hervor, der eine besonders gelungene Festschrift verfasst hat.

Festredner Karl-Heinz Funke, Vorsteher des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes, sprach von einer wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe, die die Vereine erfüllen. In Vereinen kommen Menschen jeden Alters und jeder Gesellschaftsschicht freiwillig zusammen, um gemeinsam etwas zu erleben. Vereine seien der Kern einer Gesellschaft und böten die Möglichkeit, sich frei zu entfalten. Im Verein finde Integration statt. Fördern und Fordern sei das Erziehungsmotto gerade auch für junge Menschen in einer Gesellschaft mit steigender Wertebeliebigkeit. Das erzieherische Geleit fördere die eigenen Anlagen und bilde den Charakter eines Menschen. „Wenn man am Vereinswesen spart, unterminiert man ehrenamtliche Tätigkeit.“

In einem geschichtlichen Rückblick erinnerte Lutz Alefsen, Vizepräsident des Niedersächsischen Turnerbundes (NTB), an die Anfänge der Sportbewegung vor etwa 200 Jahren, die von Beginn an die Gemeinschaft und die Geselligkeit zum Ziel hatte. In den Vereinen entwickelten sich erste Formen von Demokratie, was von den absolutistischen Herrschern nicht gerne gesehen wurde. Die Frauen stießen erst vor etwa 100 Jahren zu den von Männern dominierten Sportvereinen. In Seefeld wurde 1912 eine erste Damenturngruppe etabliert, noch bevor Frauen das Wahlrecht erlangten. Alefsen versprach: Trotz sinkender Fördergelder werde an der Ausbildung der Übungsleiter festgehalten. Am Schulsport und an den Übungsleiterzuschüssen dürfe auch in Zukunft auf keinen Fall gespart werden. Alefsen verlieh dem STV die Kolb-Plakette und damit die höchste Auszeichnung des NTB.

Der Vorsitzende des Kreissportbundes Rolf Harms lobte den Wandel des Vereins in Richtung Moderne mit der Einfürung neuer Sparten und der Aufnahme von Trendsportarten. Er hoffe, dass die finanziellen Kürzungen der vergangenen zwei Jahre nicht fortgesetzt werden und appellierte an die tatkräftige Unterstützung seitens der Politik. Anschließend velieh er Winfriede Böning, langjährige Schriftführerin des STV, und ihrem Mann Reiner Böning, langjähriger Vorsitzender, mit der Goldenen Ehrennadel des Landessportbundes die höchste Auszeichnung für Privatpersonen und dankte ihnen für die hervorragenden Verdienste um den Sport.


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