Artikel „Landen auf der ,Großen Höhe‘“, NWZ  vom 2. Mai

Ärgerlich ist diese wiederholt einseitige und fehlerhafte Berichterstattung über das „Landebahnprojekt Butzhausen“. Darin wird ein Landeigentümer quasi an den Pranger gestellt, nur weil er wohlbegründet seine Flächen nicht für die völlig unausgegorenen Vorstellungen der Fluggemeinschaft e.V. hergibt.

Von einer unterstellten „festen Zusage“ kann gar nicht die Rede sein, die hat er nie gegeben. Außerdem plant man als Flugprojekt-Leiter bei angestrebten Landübertragungen mit notariell gesicherten (Vor-)Verträgen, damit die gewünschte Sache Hand und Fuß bekommt.

Weiterhin ist es schon grenz­wertig, den sogenannten Hobby-Segelflug in den Vordergrund zu stellen, tatsächlich aber den Motorflug dauerhaft anzustreben. Wer so um Zustimmung wirbt, der muss sich nicht wundern, wenn er Absagen erhält.

Und diese Absage in Form von Widersprüchen hat eine große Anzahl von Bürgern und Bürgergemeinschaften im vorletzten Monat bei der Gemeinde Lemwerder schriftlich eingereicht; deren vielfältige Argumentation gegen den Fluglandeplatz in Butzhausen hätte in die Zeitung gehört, damit der Leser sich ein abgerundetes Bild hätte machen können.

Wenn die Fluggemeinschaft sich jetzt beklagt, dass „Geld für die Voruntersuchungen verloren sei“, so sollte sie ihren verantwortlichen Vorstand wegen Missmanagements zur Rechenschaft ziehen und nicht versuchen, einem außenstehenden Landeigentümer den Schwarzen Peter zuzuschieben.


Dr. Stefan Woltermann Bardewisch