Dringenburg - In seinem Buch „Wiefelstede – Unsere Gemeinde gestern und heute“ geht der Wiefelsteder Autor Wilfried Harms auch auf die Geschichte des „Dringenburger Krug“ ein.
Gerd Eilers hatte im Jahr 1810 eine Gastwirtschaft eingerichtet. Ein Brunnen, der noch heute vor dem Haus steht, hatte schon früher auch Reisenden auf der Straße von Oldenburg nach Friesland als Erfrischung und zur Tränkung der Pferde gedient. „Das mag“ – so schreibt Wilfried Harms – „Gerd Eilers Anfang des 19. Jahrhunderts wohl veranlasst haben, an der Stelle neben der Landwirtschaft einen Krug einzurichten und zu betreiben. In einem Registerband der früheren „Brandversicherungsssozietät“, der heutigen Landesbrandkasse, ist in der Bauerschaft Dringenburg um 1800 unter anderem ein Gerd Eilers als Haus- und Grundbesitzer aufgeführt. Dessen Sohn Gerd Eilers wird 1810 genannt, als das Anwesen nach der Einrichtung der Gaststätte wahrscheinlich für die Feuerversicherung neu eingeschätzt worden ist. 1872 wird ebenfalls ein Gerd Eilers als Eigentümer im Brandkassenregister verzeichnet. Sein Nachfolger auf der Hofstelle war Hinrich Eilers, der zusammen mit seiner Frau Helene den Betrieb bewirtschaftete. Deren Sohn Johann lebte von 1886 bis 1950. Nach seinem Tod führte seine Frau, die ebenfalls Helene hieß, den Betrieb zusammen mit ihrem 1921 geborenen Sohn Hinrich weiter. Er war verheiratet mit Marga Eilers, geborene Hellwig. Beide sind die Eltern des bereits verstorbenen Helmut Eilers, der den „Krug“ seit 1974 gemeinsam mit Frau Inge betrieb“ – der nun letzten Eigentümerin des „Krug“ aus der Familie Eilers.
Zunächst – so schreibt Wilfried Harms – diente die Schankwirtschaft eher als willkommener Nebenerwerb neben der Landwirtschaft, was sich später und mit steigenden Einwohnerzahlen und mehr Reisenden änderte. Auch Inge und Helmut Eilers hatten nach Harms’ Angaben noch bis 1992 ihre Landwirtschaft weiter betrieben. Der Heimatverein Dringenburg wurde übrigens 1937 im „Dringenburger Krug“ gegründet.
