Ganderkesee - Die eine Hand an der Grillzange, die andere am Gestänge des Pavillons, damit der nicht wegflog, stand der Almsloher Hufschmied und Hobbyjäger Dirk Fischer am Sonntagvormittag auf dem Bauernmarkt und grillte Wildbratwurst. Die schmeckte den Marktbesuchern trotz heftiger Windböen und Dauerregens.
„Beim allerersten Bauernmarkt hatten wir zwei Schauer“, sagte Markt-Organisator Jan-Bernd Meyerholz vom Ortslandvolk, das den Markt zusammen mit dem Landfrauenverein und der Landjugend organisiert hatte. „Ansonsten war das Wetter bei 16 Bauernmärkten nie so wie heute.“ Die Besucher schreckte das nicht: Bereits am verregneten Vormittag und noch mehr am Nachmittag, als es endlich trocken blieb, strömten sie in Scharen auf den Festplatz, um sich die Erzeugnisse örtlicher Selbstvermarkter und Kunsthandwerker kennen zu lernen.
Während Dirk Fischer und Mitarbeiter Thomas Famulla am Sonntag bei der 17. Auflage des Ganderkeseer Bauernmarktes ihr Debüt gaben, zählten andere wie die Hengsterholzer Kartoffelbauern Dietrich Moorschladt und Sohn Heiko Moorschlatt zu den alten Bekannten. 214 Kartoffelsorten habe er dieses Mal mitgebracht, so Moorschladt. Eine Kostprobe erhielten die Teilnehmer eines Rasenmähertrecker-Rennens: Sieben hiesige Bundestagskandidaten erhielten je einen Sack des Gemüses als Teilnehmerpreis.
Begonnen hatte der Markt mit einem Gottesdienst in der Turnhalle Habbrügger Weg. Von dort aus verlagerte sich das Geschehen schließlich nach gegenüber auf den Festplatz, wo die Erzeuger bereits ihre Stände aufgeschlagen hatten. Stimmung machten der Jugendspielmanns- und Fanfarenzug Elsfleth, Dudelsackspieler Jörn Droenner aus Oldenburg sowie die Huder Line-Dance-Gruppe „Heel Jacks“. Kleine Besucher kamen im Streichelzoo von Karl-Heinz Becker, auf einer Strohburg oder beim Kinderschminken der Landfrauen auf ihre Kosten. Auch NWZ -Maskottchen Gernot Ganter trug zur Unterhaltung bei.
