• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Wer Ist Anton Schlecker?: Selfmade-Mann und Unternehmens-Phantom

14.04.2016

Ehingen In der früheren Schlecker-Zentrale in Ehingen bei Ulm ging Anton Schlecker noch lange ein und aus, nachdem sein Lebenswerk längst zusammen gebrochen war. Europas größte Drogeriemarktkette ging 2012 in die Knie. Doch erst im vergangenen Jahr verschwanden die Schlecker-Buchstaben vor dem gläsernen Koloss an der Talstraße.

Ihr Erbauer ist unterdessen an einem weiteren Tiefpunkt angelangt: Die Staatsanwaltschaft Stuttgart klagt den 71-Jährigen an, wegen vorsätzlichen Bankrotts. Schlecker soll vor der Pleite Vermögen beiseite geschafft haben.

Der Metzgermeister aus Ulm hatte 1975 den ersten Schlecker-Drogeriemarkt eröffnet. Er machte einen Konzern daraus, der in seinen Glanzzeiten mehr als 55 000 Menschen beschäftigte.

Die Pleite machte den Unternehmer „privatinsolvent“. „Damals brach eine Welt für ihn zusammen“, verriet ein Insider einmal. „Er war der festen Überzeugung: „Ich kriege das schon noch hin.“ Doch er bekam es nicht hin, 25 000 Mitarbeiter verloren ihren Job. Das Unternehmen Schlecker samt Aufstieg und Fall des Patriarchen wurde Stoff für Filme.

Schon zu den guten Zeiten scheute Schlecker öffentliche Auftritte. Andere Leute mitreden lassen bei seinem Lebenswerk - das kam nicht in Frage, wie Gewerkschafter vermuten.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den NWZ-Wirtschafts-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Der Vorwurf schlechter Arbeitsbedingungen ist mit dem Bild des Schwaben mindestens genauso verbunden wie der Nimbus des Selfmade-Manns, der es zu einem Milliardenvermögen brachte. Und wieder verlor. Einen Blick auf den Chef erhaschen konnten einzig die Mitarbeiter, in deren Filialen Schlecker bei seinen samstäglichen Kontrollbesuchen Station machte.

Dass Anton Schlecker sogar zu Glanzzeiten seines Unternehmens eher einem Phantom glich, hat einen traurigen Hintergrund. 1987 wurden die Schleckers überfallen und beide Kinder entführt. Selbst in dieser dunklen Stunde zeigte Schlecker allerdings schwäbischen Geschäftssinn - und handelte die Lösegeld-Forderung herunter. Beobachter erzählen aber von einem engen Zusammenhalt in der Familie, auch während der Insolvenz.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.