Jever - Im Rahmen der Vortragsreihe der Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz (WAU) Jever referiert am Dienstag, 12. November, Dr. Helmut Kruckenberg vom „Tour Natur-Büro in Verden (Aller) über „Zwerggansschutz in Niedersachsen – über das Vorkommen der seltensten Gans der Nordhalbkugel“. Beginn ist um 20 Uhr im Anton-Günther-Saal des Rathauses Jever. Der Eintritt ist frei.
West- und Mitteleuropa sind als Winterquartier für viele nordische und arktische Wildgansarten von zentraler Bedeutung. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts standen die arktischen Gänsearten Weißwangengans, Blässgans und Saatgans kurz vor dem Aussterben. Die Graugans war in Mitteleuropa bereits seit dem späten Mittelalter ausgestorben. Intensive Schutzbemühungen an den Zugwegen der Wildgänse sowie die Wiederansiedlung der Graugans als Brutvogel in Westdeutschland, den Niederlanden und Belgien konnten das Blatt jedoch wenden.
Bis heute konnten sich die meisten Gänsepopulationen gut erholen, wenngleich die ursprünglichen Bestandszahlen noch nicht erreicht sind.
Dr. Helmut Kruckenberg, der seit 1992 wissenschaftlich die Ökologie und das Zugverhalten verschiedener Gänsearten erforscht, berichtet in seinem Bildervortrag über das aktuelle Zwerggansprojekt des NABU Niedersachsen und gibt einen Querschnitt über die Ökologie der arktischen Gänse und die großen Herausforderungen, die diese zwischen den arktischen Brutgebieten und dem dicht besiedelten Westeuropa zu bestehen haben.
