Hurrel - Seit April 2010 hat die Gemeinde Dörverden (Landkreis Verden) ganz besondere Bewohner: Europäische Grauwölfe leben dort in Deutschlands erstem Wolfcenter. Betreiber Frank Fass ist wie schon im vergangenen Jahr zu Gast in Hurrel. Auf Einladung des Huder Dehra-Zentrums für Hund und Halter wird er diesmal am Sonnabend, 10. November, im Gasthof Mehrings über die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland informieren. Das Seminar dauert von 16 bis etwa 19.30 Uhr.
Fass leitet als Geschäftsführer das Unternehmen Wolfcenter. Er wuchs in einer Jägerfamilie auf, die den Grundstein für seine Naturverbundenheit legte. Er hat selbst die Jäger- und die Falknerprüfung bestanden, hat ein Studium am Canis-Zentrum für Kynologie sowie eine Ausbildung zum Wolfsberater beim „Wildbiologischen Büro Lupus“ absolviert.
In seinem Vortrag wird Fass unter anderem über aktuelle Bestandszahlen der Wölfe, ihre geografische Verbreitung, die Lebensweise der Wölfe, ihre Rolle im Ökosystem sowie über die Wolfsjagd berichten. Fass will auch darüber informieren, welche Gesetze auf den Wolf angewendet werden und wie man sich in Deutschland auf die Rückkehr des Wolfes vorbereitet. Auch zum Spurenlesen und zur Unterscheidung von Hund und Wolf gibt der Referent Hinweise. Nach dem Vortrag haben die Teilnehmer Gelegenheit, Fragen zu stellen.
Bundesweit gibt es bereits einige Wolfsrudel, die sich von Osten kommend auf natürliche Weise ausbreiten. Mittlerweile leben in der Lausitz, im Grenzgebiet Sachsen/Brandenburg, auf einer Fläche von mehr als 2500 Quadratkilometern acht Rudel. In Brandenburg sind weitere drei Paare bekannt, in Sachsen-Anhalt ist ein Rudel nachgewiesen.
In Niedersachsen gibt es laut Fass kein Wolfsrudel, aber ebenso wie in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Bayern und Hessen einzelne Tiere.
Anmeldungen für den Vortrag von Frank Fass im Gasthof Mehrings n Hurrel nimmt Manuela Schoone vom Dehra-Zentrum unter
