Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Seniorenberatung „Als Lotsen den Senioren helfen“

Heinz-Josef Laing
BARßEL - Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) baut ihre Seniorenarbeit im Nordkreis Cloppenburg aus und verstärkt zum 1. April 2011 ihre Pflege- und Seniorenberatung in Barßel, Saterland, Friesoythe und Bösel. Brigitte Siebum (53), Leiterin der AWO-Kreisgeschäftsstelle in Barßel, sagte am Dienstag im Gespräch mit der

NWZ

 : „Der demografische Wandel und die steigende Zahl älterer Menschen erfordert mehr Engagement für Senioren. So will es auch der Gesetzgeber“.

Angebote verknüpfen

Für die Umsetzung hat sich die Arbeiterwohlfahrt die Dienste von zwei erfahrenen Mitarbeiterinnen gesichert. Rosemarie Buss (52) aus Elisabethfehn hat eine spezielle Ausbildung zur Senioren- und Pflegeberaterin absolviert. Die dabei gewonnenen Erfahrungen möchte sie nun als feste AWO-Mitarbeiterin praktisch umsetzen: „Wir wollen als Lotsen fungieren. Das bedeutet, dass wir mit unserer Pflege- und Seniorenberatung alle Angebote, die es für Senioren in den Kommunen gibt, miteinander verknüpfen und eine unabhängige Anlaufstelle sein wollen.“

Rosemarie Buss ist jeweils montags und mittwochs von 8.30 bis 12.30 Uhr in der AWO-Kreisgeschäftsstelle (Telefon  04499/9358922) an der Langen Straße 21 in Barßel zu erreichen. Ratsuchende können sich auch außerhalb dieser beiden Tage an die AWO-Kreisgeschäftsstelle in Barßel wenden.

Keine Konkurrenzsituation

Brigitte Fodimann (70) aus Bösel, Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt im Landkreis Cloppenburg, und Günter Lipka aus Friesoythe, Beisitzer im AWO-Kreisvorstand, treten für einen Ausbau der Seniorenberatung ein. Brigitte Fodimann: „Wir möchten das Beratungsangebot vor Ort verbessern. Das reicht von Hilfestellungen beim Rentenantrag bis hin zur Unterstützung bei der Anschaffung von Hilfsmitteln. Unser Angebot soll die bereits vorhandenen Angebote ergänzen.“ Eine Rechtsberatung werde jedoch nicht angeboten.

Das System der Unterstützungsleistungen für Senioren und Pflegebedürftige sei für Laien mittlerweile so umfangreich und vielfach unüberschaubar geworden, dass Ratsuchende sich ohne eine Beratung in diesem System nur schwer zurechtfänden, so die Arbeiterwohlfahrt. Es entstehe keine Konkurrenzsituation zu anderen Anbietern.

Die Beratung sei grundsätzlich kostenlos. Die Arbeiterwohlfahrt finanziere ihre Tätigkeit aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden, ergänzte Brigitte Siebum. Die AWO werde mit allen Senioreneinrichtungen kooperieren und suche das Gespräch beispielsweise auch mit dem Seniorenbeirat in der Gemeinde Barßel.


Ehrenamtliche Begleiterin

Weiteres Standbein der Seniorenberatung der AWO bildet die Betreuung durch Ehrenamtliche. Neben Rosemarie Buss wird sich ab dem 1. April Anne Dronschkowski (62) aus Ramsloh um die Senioren kümmern. Sie hat eine Ausbildung zur ehrenamtlichen Seniorenbegleiterin absolviert, zuletzt in einer Klinik in Coesfeld (Nordrhein-Westfalen) gearbeitet und lebt seit zwei Jahren im Saterland.

Angehörige im Blick

Anne Dronschkowski: „Als Ruheständlerin suchte ich eine ehrenamtliche Tätigkeit und engagiere mich jetzt bei der AWO.“ Die Saterländerin wird künftig Senioren bei alltäglichen Besorgungen begleiten und praktische Lebenshilfe im Alltag geben. Das reicht von Einkäufen bis zur Unterstützung betroffener Angehöriger, die eine Auszeit benötigen.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Stellten die Ausweitung des Konzeptes „Wilhelmshaven sicher“ auf den Busverkehr der Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft vor: (v.li.) Frank Rademacher (Geschäftsführer Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven), Polizeidirektor Heiko von Deetzen, Projektleiter und Polizeihauptkomissar Tim Bachem und Oberbürgermeister Carsten Feist.

POLIZEIPRÄSENZ IM BUSVERKEHR Hausrecht der Polizei stärkt ab sofort Sicherheit in Bussen

Lutz Rector
Wilhelmshaven
Kommentar
Klimaaktivisten der Gruppe „Fridays for Future“ in Saarbrücken werfen Bundeskanzler Scholz vor, bei seinem Besuch in der vom Hochwasser betroffenen Region und in seiner Ansprache „die Klimakrise fahrlässig ausgeblendet“ zu haben.

UMWELTPOLITIK Durch mehr Klimaschutz gibt’s nichts zu verlieren

Jana Wolf Büro Berlin
Eine junge Lehrerin schreibt Mathematikaufgaben an eine Schultafel. Niedersachsen will 390 Schulen im Land nach Sozialindex stärker fördern.

NEUES PROGRAMM FÜR 390 SCHULEN Wie Niedersachsen mehr Bildungsgerechtigkeit herstellen will

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden
Mit Video
Nach der Sprengung inspizierten Midgard-Beschäftigte die Überreste der Verladebrücke.

KRANSPRENGUNG IN NORDENHAM Koloss aus Stahl fällt in 15 Sekunden zusammen

Norbert Hartfil
Nordenham