NWZ
: „Der demografische Wandel und die steigende Zahl älterer Menschen erfordert mehr Engagement für Senioren. So will es auch der Gesetzgeber“.Angebote verknüpfen
Für die Umsetzung hat sich die Arbeiterwohlfahrt die Dienste von zwei erfahrenen Mitarbeiterinnen gesichert. Rosemarie Buss (52) aus Elisabethfehn hat eine spezielle Ausbildung zur Senioren- und Pflegeberaterin absolviert. Die dabei gewonnenen Erfahrungen möchte sie nun als feste AWO-Mitarbeiterin praktisch umsetzen: „Wir wollen als Lotsen fungieren. Das bedeutet, dass wir mit unserer Pflege- und Seniorenberatung alle Angebote, die es für Senioren in den Kommunen gibt, miteinander verknüpfen und eine unabhängige Anlaufstelle sein wollen.“
Rosemarie Buss ist jeweils montags und mittwochs von 8.30 bis 12.30 Uhr in der AWO-Kreisgeschäftsstelle (Telefon 04499/9358922) an der Langen Straße 21 in Barßel zu erreichen. Ratsuchende können sich auch außerhalb dieser beiden Tage an die AWO-Kreisgeschäftsstelle in Barßel wenden.
Keine Konkurrenzsituation
Brigitte Fodimann (70) aus Bösel, Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt im Landkreis Cloppenburg, und Günter Lipka aus Friesoythe, Beisitzer im AWO-Kreisvorstand, treten für einen Ausbau der Seniorenberatung ein. Brigitte Fodimann: „Wir möchten das Beratungsangebot vor Ort verbessern. Das reicht von Hilfestellungen beim Rentenantrag bis hin zur Unterstützung bei der Anschaffung von Hilfsmitteln. Unser Angebot soll die bereits vorhandenen Angebote ergänzen.“ Eine Rechtsberatung werde jedoch nicht angeboten.
Das System der Unterstützungsleistungen für Senioren und Pflegebedürftige sei für Laien mittlerweile so umfangreich und vielfach unüberschaubar geworden, dass Ratsuchende sich ohne eine Beratung in diesem System nur schwer zurechtfänden, so die Arbeiterwohlfahrt. Es entstehe keine Konkurrenzsituation zu anderen Anbietern.
Die Beratung sei grundsätzlich kostenlos. Die Arbeiterwohlfahrt finanziere ihre Tätigkeit aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden, ergänzte Brigitte Siebum. Die AWO werde mit allen Senioreneinrichtungen kooperieren und suche das Gespräch beispielsweise auch mit dem Seniorenbeirat in der Gemeinde Barßel.
Ehrenamtliche Begleiterin
Weiteres Standbein der Seniorenberatung der AWO bildet die Betreuung durch Ehrenamtliche. Neben Rosemarie Buss wird sich ab dem 1. April Anne Dronschkowski (62) aus Ramsloh um die Senioren kümmern. Sie hat eine Ausbildung zur ehrenamtlichen Seniorenbegleiterin absolviert, zuletzt in einer Klinik in Coesfeld (Nordrhein-Westfalen) gearbeitet und lebt seit zwei Jahren im Saterland.
Angehörige im Blick
Anne Dronschkowski: „Als Ruheständlerin suchte ich eine ehrenamtliche Tätigkeit und engagiere mich jetzt bei der AWO.“ Die Saterländerin wird künftig Senioren bei alltäglichen Besorgungen begleiten und praktische Lebenshilfe im Alltag geben. Das reicht von Einkäufen bis zur Unterstützung betroffener Angehöriger, die eine Auszeit benötigen.
