Eversten/Bloherfelde - Von einer weiterhin erfreulichen Mitgliederentwicklung der Evangelischen Seniorenhilfe Eversten/Bloherfelde, kurz Evasenio, berichtete die erste Vorsitzende, Pastorin Birgit Pflugrad, in der Mitgliederversammlung. Rund 170 Gäste waren dazu ins Gemeindehaus an der Zietenstraße gekommen, wo der Verein auch sein Domizil hat.
Im Mai 1991 wurde Evasenio gegründet. Zurzeit hat der Verein 579 Mitglieder – allein 50 davon waren im vergangenen Jahr eingetreten. Betreut werden im Moment 585 Klienten. Die umfangreiche Hilfe der hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sei nach wie vor stark gefragt, sagte Anke Heidenreich, Diplom-Sozialarbeiterin bei Evasenio. Allein die Nachfrage nach Nachbarschaftshilfen (mit Aufwandsentschädigung), die im Haushalt unterstützend tätig sind, sei zuletzt so stark angestiegen, dass man nicht mehr allen habe nachkommen können. Deshalb sei es zu einer Neuerung gekommen: Die Vermittlung einer Nachbarschaftshilfe ist jetzt nur noch bei einer Mitgliedschaft in Evasenio möglich.
Insgesamt wurden im zurückliegenden Jahr 192 Hilfen für Haushalt, Garten und Betreuung neu vermittelt. „Bemerkenswert ist hierbei die Tatsache, dass eine mehrmalige Unterstützung in der Woche häufiger nachgefragt wird. An diesem Punkt wird sehr deutlich, dass sich der Schwerpunkt der Arbeit von Evasenio in Richtung einer intensiveren Begleitung der Klienten verlagert hat“, erläuterte Anke Heidenreich.
Sie und ihre Kollegin, die Sozialarbeiterin Gundi Pape, haben sich in den vergangenen Jahren verstärkt mit dem Thema Demenz beschäftigt. Die große Resonanz auf die Veranstaltungsreihe „Leben mit Demenz“ gab dazu den Ausschlag. Aktuell weist Evasenio 55 Demenzerkrankte in der Kartei auf. 22 Demenzbetreuungen wurden von Mai 2012 bis Juli 2013 in private Haushalte vermittelt. Dem Verein stehen hierfür 14 ausgebildete Demenzbetreuerinnen und -betreuer zur Verfügung. Die vom Vereinsvorstand vorgeschlagene Beitragsanpassung von 30 Euro pro Einzelperson auf 45 Euro wurde von den Mitgliedern mit großer Mehrheit angenommen.
